Verursacher sind die Einzeller Costia, Chilodonella und Trichodina sowie der Wurm Gyrodactylus. Diese Parasiten reizen die Haut. Als Antwort auf diesen Reiz sondert der Fisch viel Schleim ab, so daß besonders am Rücken und am Rand des Kiemendeckels die Haut trübe wird und sich letztlich in Fetzen ablöst. Ähnlich verhalten sich die Kiemen, wenn sie befallen werden. Eine Schädigung der Fische - befallen werden alle Arten - tritt allerdings nur auf, wenn diese Parasiten in extrem großer Zahl vorhanden sind. Die erkrankten Fische sind unruhig und halten sich meist in Ufernähe auf. Auch schwimmen sie zu sauerstoffreiche Zuflüssen, da ihre Atmung erschwert ist. Die Hauttrübung bricht vor allem bei unzulänglichen Lebensbedingungen aus, z. B. in überfüllten Hälterungen oder in schlechten Winterungen. Sie wird daher auch Hälterkrankheit genannt. Die Hauttrübung ist ein sicherer Hinweis auf eine verminderte Kondition der Fische (Schwächeparasiten). In forgeschrittenen Stadien der Hauttrübung verweigern die Tiere die Nahrung und können verenden.
Sind in deinem Teich evtl. zu viele Fische?
Sieht mir danach aus, würde mich schnellstens an einen Fachmann wenden!
Parasiten können überall auftreten und auf verschiedenste Wege verbreitet werden (Wasservögel...). Es kann jahrelang alles in Ordnung erscheinen, aber wenn der Bestand an Fischen dann sehr dicht ist breiten sie sich rasend schnell aus.
Die Parasiten haben bestimmt bevorzugte Wirte (hier wohl Karpfen und Schleien), evtl sind andere auch resistent oder widerstandsfähiger. Das heisst aber nicht dass sie nicht befallen werden können, oder evtl. schon befallen sind.
Dann tippe ich auf irgendeinen Hautwurm der sich bei unbeschuppter Haut oder weichen Schuppen (Schleien) leichter tut.
Wie bei dem link steht:
'Hauttrübungen sollten auf jeden Fall mit einer möglichst guten bzw. starken Lupe betrachtet werden. Ist die Ursache ein Befall mit Hautwürmern, können diese an ihrem typischen Ausssehen und ihren schlängelnden Bewegungen erkannt werden.'
Zuletzt geändert von gonefishing am So 22. Apr 2007, 13:11, insgesamt 1-mal geändert.
Es gibt ja verschiedenste Heilmittel. Aber zuerst muss der Verursacher genau identifiziert werden, damit richtig behandelt werden kann.
Würde schnellstmöglich einen Spezialisten suchen. Kennst Du evtl. eine Karpfenzucht, die könnten über diese Parasiten und mögliche Behandlungsmethoden etwas wissen.
Für mich sieht das nach der sogenannten Grieskörnchenkrankheit aus.
Die auch als Weißpünktchenkrankheit bekannte Ichthyophthiriose wird durch den Parasiten Ichthyophthirius multifiliis hervorgerufen, der zu den Wimperntierchen gehört.
Es handelt sich um eine sehr ansteckende Hautkrankheit, die besonders bei zu dichtem Besatz alle heimischen Süßwasserfische befallen kann.
Krankheitsbild: Der gesamte Fischkörper ist mit grießkorngroßen, weißen Flecken bedeckt (wie auf dem Foto).
Bei starkem Befall ist die Sekretabsonderung der oberen Schleimhaut besonders stark.
Die Punkte können zu einem grauen Belag verschmelzen.
In der Teichwirtschaft können befallene Fische durch Baden in mit Medikamenten angereichertem Wasser geheilt werden.
In freien Gewässern ist eine Bekämpfung nicht möglich.
Eventuell kann Dir auch ein Aquaristik-Geschäft helfen die Parasiten bzw. die Krankheit genau zu identifizieren und das richtige Behandlungsmittel zu finden. Habe gesehen dass die Krankheit und die auslösenden Parasiten auch bei Aquarienfischen auftreten und es Heilmittel gibt, z.B. hier:
Reverend hat geschrieben:Für mich sieht das nach der sogenannten Grieskörnchenkrankheit aus.
Die auch als Weißpünktchenkrankheit bekannte Ichthyophthiriose wird durch den Parasiten Ichthyophthirius multifiliis hervorgerufen, der zu den Wimperntierchen gehört.
Das kann auch sein, man müsste eben den Parasiten identifizieren. Die Krankheiten sind wohl sehr ähnlich, ob durch Ichthyophthirius, Childonella, Costia, Trichodina oder was auch immer ausgelöst.
Die Fische müssen einzeln esuliert werden. Dann kann man die Behandlung mit Medikamenten beginnen. Man sagt auch Kupfern dazu.
Im jedem Aquariumgeschäft bekommt man diese Lösungen. Sollte auch jeder zu Hause haben wenn man Fische hältert.
Wenn die Kiemen befallen sind kann es schon zu spät sein ( die Fische ersticken). Sind die ersten toten Fische selber gestorben?
Also isuliere die kranken Fische, damit die anderen nicht auch noch befallen werden. Und wenn Du einen Aquarianer kennen solltest, dann ruf Ihn an und bitte um Hilfe.
Gruß
Samson
Zuletzt geändert von Samson am So 22. Apr 2007, 18:34, insgesamt 1-mal geändert.