Arts hat geschrieben:Hallo,
Trüsche hat geschrieben:Denn ohne solche Massnahmen, würde es von einigen Arten nicht mehr viele in den Seen geben.
Jein, ich behaupte mal das z.B der Felchenbestand rein durch uns Hobbyfischer wohl nie gefährdet wäre....
Die Besatzmassnahmen werden (Brotfisch), diesen Besatz kann man auch nicht vergleichen mit dem Forellenbesatz in unseren Fliessgewässer..
arts
"den" felchenbestand gibt es nicht. jedes gewässer und der dortige bestand oder die bestände (gibt manchmal mehrere innerhalb eines gewässers) müsste man diesbezüglich einzeln beurteilen.
die pauschalaussage, dass angelfischer keine felchenbestände gefährden können ist jedoch
ironischerweise schon irgendwie richtig. denn wenn die berufsfischer keine laichfischfänge mehr machen würden, hätte es in den meisten unsrer seen innert weniger jahren nur noch so wenige felchen (weil halt die naturverlaichung vielerorts keine oder nur noch bedingt felchen hervorbringt), dass so gut wie keiner mehr darauf angeln täte...
die schlussfolgerung, dass der felchenbesatz hauptsächlich zum Erhalt der Berufsfischer vorgenommen wird, ist etwas gar kurzsichtig.
und klar darf da auch direkt mit dem besatz in fliessgewässern verglichen werden. wenn man den ökonomischen wert dieses besatzes mal mit dem seebesatz vergleicht, schneidet er nämlich sehr schlecht ab. zudem sind es dann teils nur eine hand voll angler die davon profitieren können, denn fliessgewässer sind oft nicht öffentlich zugänglich während an den seen hunderte oder gar tausende angler die möglichkeit haben vom besatz zu profitieren. und das wird auch rege genutzt und gefördert. die felchenfischerei wird immer populärer und auch die industrie und die gerätehändler haben das potenzial längst entdeckt und profitieren entsprechend. letztlich profitiert der staat auch entsprechend durch die umsätze der berufsfischer, der gastronomie sowie deren der gerätehändler.
ich weiss einfach nicht was man daran gross bemängeln muss, dass unsere seen als nahrungsspeicher dienen und entsprechend bewirtschaftet werden.
klar fängt der berufsfischer mit seinen netzen anteilmässig am meisten, doch er leistet auch seinen beitrag damit das erst möglich ist. staatliche unterstützung kriegt er dafür nicht.
den vergleich mit der milchwirtschaft kann man so auch nicht machen. dort sind von einem franken umsatz 80rappen staatlich subventioniert, der rest ist eigenleistung des bauers. in der berufsfischerei sind es 100% eigenleistung auf einen franken umsatz. (dass am zugersee die berufsfischer einen stundenlohn bekommen für die arbeit während den laichfischfängen, höre ich zum ersten mal. ob es stimmt, werde ich schnell erfahren. wenn, dann währe es jedoch einmalig in der schweiz, und sicherlich nicht ohne berechtigung. doch wie gesagt, ich kenne die hintergründe nicht, noch nicht;-)
die wirklichen profiteure von der heutigen formen einer aktiven seebewirtschaftung sind letztlich wir angelfischer die an den seen auf felchen, hecht, forelle ect. fischen. wir leisten meist keinen beitrag, ausser dass wir einige franken für ein patent bezahlen müssen. mit dem man wiederum das recht bekommt, felchen, eglis, hechte ect. im wert von mehreren tausend franken zu fangen. klar macht das nicht jeder, aber viele, und es werden immer mehr. so spart der angler geld, das er sonst für nahrung ausgeben hätte müssen, und der staat verliert steuern... das soll jetzt keine provokation sein. ich möchte nur aufzeigen, dass man nicht immer nur eine milchbüechlirechnung machen kann wie es leider einige gerne tun, und nicht immer alles gar einseitig (nicht nur aus der eigenen perspektive) betrachten und beurteilen kann, muss und sollte.