was wär schon ein "Fangberichte Bergsee- und Eisfischen"-Topic ohne ein Walliser Gewässer ?!
Nun denn; schon fast traditionsgemäss werde ich 1x jährlich von meinem Kollegen und dessen Familie eingeladen, ein Wochenende im hinteren Turtmanntal zu verbringen.
Der magische Tunnel machts ja heute möglich, von Zürich (420 m.ü.M.) bis ins Turtmanntal (2'480 m.ü.M.) in gut 3 Stunden zu bewältigen und dies erst recht an einem Freitag Abend - yessss, we can, ähhh SBB CAN !
Es ist jeweils ein gemütliches Wochenende mit viel Geselligkeit, Wanderungen oder eben fischen. Nach einem gemütlichen zNacht oben in der Hütte und einigen lustigen Spielen legten wir uns bereits gegen Mitternacht schlafen - man will ja nicht gleich voll reinhauen, nicht wahr?


Um 7 Uhr am morgen weckte ich meinen Kollegen: Frühstück essen und gleich z"niini" und z"apero" einpacken für die kommenden Stunden oben am See. Dann gings schon los: Die beiden Natur-Seeen befinden sich zu Fuss nur gut 15 Minuten oberhalb unserer Hütte, also quasi ein flotter "Güäto-Morgu-Spatziärgang".
Es herrschte ein teils kalter Wind zu an diesen frühen Morgenstunden, doch als Fischer ist man gegen solches Wetter natürlich gewappnet, daher keine weitere Zeile diesbezüglich mehr nötig.
Gefischt wurde mit Sbirolino und diverse Köder wurden ausprobiert: Maden, Würmer (!!!), Elritze, Berkleys Power Bait, etc.
Man nahm rege Aktivität bei den Fischen wahr, doch das Beissverhalten liess zu wünschen übrig.
Ich konnte einzig ein Biss verzeichnen, welchen ich auch ins Trockene bringen konnte - that's it.
Eigentlich nicht weiter schlimm, denn die Bergkulisse und die Stille entschädigen bereits für Vieles.
Trotzdem entschieden wir uns gegen 11oo Uhr, unseren Standort an den unteren See zu verlagern.

Blick vom unteren See Richtung Süden
höööö? 1100 Uhr? ja genau, Apèro-Zeit
Man will ja auch während dem Apèro nicht ganz untätig sein, folglich die Montagen nochmals überprüft, einwerfen und anstossen. Und prompt: nach gut 10 Minuten ohne jegliche Regung an der Rute verzeichnete ich 2 heftige Zupfer: Eine schöne Bachforelle, gebissen auf Regenwurm am Grund.


Apèro-Pose
Der Nachmittag war dann leider nicht mehr sonderlich erfolgreich, worauf wir uns ab 1700 Uhr dem gemütlichen Teil widmeten, namentlich Tischgrill zusammen mit den anderen Alpen-"Einheimischen".

Illustres Panorama am Nachmittag
Den Sonntag wollten wir gemächlich in Angriff nehmen und haben ordentlich ausgeschlafen, ehe es gegen Mittag wieder an den See ging. Die Methode war ja mittlerweile klar: Bachforellen eher tief, beissfreudig auf stille, sich nicht bewegende Köder - Regenbogen eher agressiv, auf sich bewegende Köder an der Oberfläche.
eine weitere hübsche Bachforelle gegen 40cm hat an diesem Nachmittag auf meinen Maden-Köder gebissen - ein perfekter Abschluss für ein perfektes Wochenende.



Fangerfolg
Turtmatelli - wir kommen wieder !

