Letzte Äschen-Saison konnte ich eine interessante Entdeckung machen. Eine von mir gefangene und behändigte Äsche hatte offenbar Mützenschnecken (evtl. Napfschnecken - ich kann die beiden Arten leider nicht abschliessend unterscheiden und zuordnen) zum Fressen gern! Nebst einer Vielzahl dieser Schnecken wies diese Äsche nur eine geringe Anzahl anderer Nährtiere auf. Zu erwähnen gilt noch, dass diese Äsche die einzige der gefangenen und behändigten Tiere war, welche ihre Nahrung offensichtlich auf diese Schnecken ausgerichtet und spezialisiert hat. Bei anderen Äschen konnte ich diese Beobachtung nicht bestätigen.
Ich finde diese Beobachtung sehr interessant, muss doch davon ausgegangen werden, dass diese Schnecken vom Untergrund aufgesammelt, ja regelrecht aufgepickt und vom Substrat abgezupft wurden. Das bspw. Bachforellen oftmals alles mögliche in ihren Mägen aufweisen ist bekannt. Dass Äschen aber die genannten Schnecken in ihrem Nahrungsplan aufgenommen, bzw. sich darauf sogar spezialisiert haben, erstaunt mich.
Man hat def. nie ausgelernt!
Gruss
miKe
