Eisfischen natürlich
Morgens um 6:35 fuhr der Zug Richtung Kandersteg... Mit im Gepäck: unsäglich gute Laune, meine neue Eisfisch-Rute, einige Köder, den Herrn Kollegen und 2.5 Liter herrlicher Glühwein. Ganz zu schweigen von Wärmebeutel, Handschuhen und diverser dicker Pullis.
In Kandersteg eingetroffen begaben wir uns erstmal zum Frühstück in den Bernerhof, dann gings zum Eisenwarenhändler Lauber, bei dem ich den Eisbohrer reserviert hatte. Danach nahmen wir bei angenehmen -3 Grad Kurs auf die Talstation der Gondel.
Oben angekommen folgte der obligate Fussmarsch zum, resp auf den See. Das erste Problem folgte: Wo bohren wir unsere ersten Löcher? gaaaaaanz einfach: einen Optimalen Wurfstein aus dem Schnee buddeln und mal kräftig werfen. Der Ort unserer ersten Löcher war also klar, schnell die 40cm Eis durchbohren, die Gambe richten und ab ins frostige Nass mit dem Zeug.
Schon nach 15 min 'hudelte' es und einige Momente später war meine erste Seeforelle überhaupt 'gemetzget' im trockenen. Die 34 cm sind zwar nicht sooo schlecht, dennoch hätte ich natürlich lieber was grösseres am hacken gehabt.
nachdem der Tag so toll angefangen hatte, wurde es aber zunehmends langweilig. bis um 16 Uhr konnte ich gerade noch einen pseudobiss verzeichen. Wenigstens holte sich mein Kollege noch einen 27er 'Rägebögeler' - das wars dann aber auch schon.
Um wieder warm zu bekommen und auch um ein bisschen aufzufallen, rannten wir danach den schlittelweg runter - natürlich die schwarze Piste, alles andere ist ja langweilig. Nach einigen fast-stürzen und verdatterten schlittenfahrer (welche wohlgemerkt von uns ÜBERHOLT wurden) waren wir unten und der Tag fischereitechnisch zu ende. jetzt geh ich duschen und dann auf beizentour -prost!

