Möglichst schwere Schnur

Die Geräteecke für den Fliegenfischer.
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fariofreak

Möglichst schwere Schnur

Beitrag von fariofreak »

Hallo,



Ich will in dieser Saison mal das Softjerken ausprobieren, auch mit sehr kleinen Ködern zwischen 1" und 3".

Nun habe ich aber keine Rute, womit ich solche Fliegengewichte werfen kann, und ich fische auch gern mit der Heuschrecke an der freien leine.

Kennt ihr möglichst schwere Schnüre? Brauche schwimmende und sinkende. Sorry, wenn ich das jetzt ins Falsche Forum gepostet habe, aber ich denke, Flyfis haben am meisten mit solchen Schnüren zu tun.

Ich muss damit natürlich keine 20 Meter weit werfen können, so 5-10m sollten reichen...
T-Rig

Beitrag von T-Rig »

Softjerks an der fliegenrute?

Versuch es mit einer ultra light spinnrute, damit kannst du köder von 2-3gr. problemlos werfen. Die rolle sollte max. eine 1500er sein bespuhlt mit einer 0,08-0,10er geflochtener.
Schweizer Angler

Beitrag von Schweizer Angler »

ich weiss nicht wie fein du fischen willst, aber ich kenne und handhabe eine technik, die ich vor jahren mal in usa gesehen und erlernt habe;



ultrafeine spinnrute oder besser es sind fliegenrutenblanks, die speziell für den gebrauch mit stationärrollen umgebaut sind, oder auch sogenannte kombiruten (gehen mit speziellem griff für spinn- und fliegenfischen) sind. die ruten sind maximal 2 m lang und parabolisch. dabei verwendet man eine normale stationärrolle mit monofil und knüpft daran ein stück schwimmende fliegenschnur, in der regel kaum mehr als 1-1.5 meter. daran wiederum kommt ein vorfach von ca. 1m aus monofil.



durch die schwere fliegenschnur lässt sich das ganze mit leichtestem köder (auch mit fliegen) auswerfen, die schwimmschnur hält die schnur und das nachfolgende monofil über wasser, und lässt sich so super unter überhängende büsche treiben und dirigieren, und genau für diese technik wird so gefischt, also nur in fliessenden und verwachsenen gewässern. dazu gibt es auch minispinnner (sah ich noch nicht im hiesigen handel, nur im eigenbau), die noch kleiner als 00 sind (etwa so gross wie der fingernagel des kleinsten fingers) und oft mit nassfliegen oder ministreamern kombiniert werden (die minispinner sind bei fliegenfischern am öschinensee ein geheimtipp für fliegenfischen vom boot auf kanadier). selbstverständlich funktionierts auch mit heuschrecken oder anderen naturködern.



gruss



schweizer angler
habakuk

Beitrag von habakuk »

tönt alles sehr interessant! danke für den input
fariofreak

Beitrag von fariofreak »

@schweizer Angler:

genau so habe ich mir das auch gedacht, welche schnur kannst du mir dafür empfehlen?

Und geht das evt. auch mit ner Spinnrute wg 2-12g? Ich muss ja nicht weit werfen können...
Schweizer Angler

Beitrag von Schweizer Angler »

geht auch mit einer spinnrute wie du beschreibts. die ruten die ich beschrieb sind oft parabolisch, heisst biegen sich bis kurz vor das handteil, hat den vorteil damit fische von den verstecken wegzuhalten ohne vorfachabrisse zu riskieren, weil der druck durch die sich gleichmässig aufbauende biegung gegen den der fisch ankämpfen müssen grösser ist als bei harten ruten, die federkraft is so grösser, gerade weil man ja mit relativ feinen vorfächern fischt (so um 012).



solche spinnruten solltest du hier auch finden oder hast ja vielleicht eine, die "richtigen" sind halt meist spezialanfertigungen.



als schnur reicht eine dt 5 f fliegenschnur, da kannst du die billigste nehmen (ich glaube um die chf 49.00), dann schneidest du am einen ende der schnur den erwähnten meter ab, das andere, nicht abgeschnittene ende der fliegenschnur respektive die fliegenschnur selbst lässt sich ganz konventionell weiter brauchen, der fehlende meter hat keinerlei einfluss.



den abgeschnittenen meter fliegenschnur fügst du mittels nagelknoten an ein monofil der stärke 022-025. ans andere ende des fliegenschnurstücks kommt eine vorfachschlaufe wie man sie für das fliegenfischen benutzt und ein vorfachstück von rund 80cm bis 1,2 meter in stärke 012 bis 014. daran die fliege oder der streaer, oder auch der dünndrähtige haken mit der heuschrecke. bei haken für heuschrecken würde ich auf dünndrähtige fliegenhaken ohne widerhaken setzen, grösse 6-8.



gruss



schweizer angler
fariofreak

Beitrag von fariofreak »

vielen dank, schweizer angler, du hast mir sehr geholfen. Aber von der Fliegenschnur kann man schon alles für diese Technik brauchen, nicht nur die Spitze, oder?

Und ist ein 14er bis 16er Vorfach nicht zu dünn? Ich trau mich irgendwie nicht auf solch feine Schnüre runter :roll:

edit: was bedeutet DT 5? Ist das die Schnurstärke/der Durchmesser?
rehlig4ever

Beitrag von rehlig4ever »

Finde ich ein sehr interessanter Input, danke Schweizer Angler!

DT 5 ist sozusagen der Charakter der Schnur.

Ausgeschrieben: Double Taper, 5 ,dann steht häufig noch ein "F", was Floating bedeutet. Also auf Deutsch:

Doppelt verjüngt, Schnurklasse 5 (auf Forellen), schwimmend.

Ich glaube, ob jetzt auf deiner Fliegenschnur DT oder WF (Weight Forward = Keulenschnur) steht, ist egal. Aber vielleicht weiss Schweizer Angler mehr dazu. Fürs Fliegenfischen kommts dann schon draufan, ob DT oder WF draufsteht.
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zuma
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Beitrag von zuma »

Hallo

Zur Technik kann ich nicht viel sagen - einzig zu den Fliegenschnüren.

DT-5-F ist eine Schwimmende, doppelt verjüngte Schnur in der Gewichtsklasse 5.

Eine DT ist deshalb besser für diesen Zweck geeignet, weil man den Rest der Schnur problemlos noch als Fliegenschnur verwenden kann.

Bei einer WF (weight forward) handelt es sich um eine Schnur, welche vorne eine Keule aufweist, welche sich zur Runningline verjüngt, welche dann ein level Profil aufweist (eben nicht doppelt verjüngt und in der Mitte am dicksten). Ich könnte mir sogar vorstellen, dass man eine alte, gebrauchte Fliegenschnur (DT) zerschnippeln könnte, welche der Händler des Vertrauens eh weg schmeisst ...... :wink:
Gruss Kurt

(Bambus-&Trockenfliegenpurist)
Schweizer Angler

Beitrag von Schweizer Angler »

zum hat mit allem recht was er von den schnüren beschreibt, desshab keine erklärung hierzu von mir.



eine 14 schnur geht mit einer parablischen rute eben besser als mit harten spinnruten, hier musst du dann wohl schon eine 18` er oder gar 20 nehmen, aber dann auch die hauptschnur eher in 25, sonst reisst du bei einem hänger auch das stück fliegenschnur ab.

aber eben, die spzialisten die so fischen wie ich beschreibe haben eine art mix aus fliegenrute und spinnrute, eben spezialruten wie ich sie hier noch nicht sah.



gruss





schweizer angler
fariofreak

Beitrag von fariofreak »

vielen Dank, jetzt check ichs mit den Schnüren :D

Aber die Verbindung Fliegenschnur-Vorfach, das schnall ich noch nicht. Wie geht das mit der Schlaufe genau?

Kann ich die Fliegenschnur auch mit einem doppelten Uni Knoten mit dem Vorfach verbinden?

Ne spezialrute will ich mir (vorerst) noch nicht kaufen, ich will die Technik erst ein bisschen kennenlernen.
Schweizer Angler

Beitrag von Schweizer Angler »

hier der nagelknoten;

http://www.dahmeland73.de/Tipps-und-Tri ... knoten.htm



er gleitet besser durch den spitzenring als andere mir bekannte und hält bombenfest.



der uniknoten ist für die verbindung von köder und vorfach:

http://www.dahmeland73.de/Tipps-und-Tri ... knoten.htm



gruss



schweizer angler
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