Nun gut, heute morgen stand ich bereits um 05.30 Uhr in Hüningen im Elsass am Wasser, einerseits weil ich überzeugt war, dass bestimmt der einte oder andere Franzose auch früh am Wasser stehen würde und weil Bauarbeiten bei uns auf der Strasse während der ganze Nacht gemacht wurden, huerelärm!!! Umso mehr genoss ich dann die Ruhe im Auto und wartete bis es dämmerte.
Kurz angefüttert und prompt fing ich mir die nötigen Köderfische (Rotaugen) für meinen Zanderansitz. Ich legte zwei Ruten mit Zapfen aus und eine auf Grund, alle mit Monovorfach. Trotz möglicher Hechtbisse ging ich das Risiko ein, ich war schliesslich wegen den Zander gekommen
Gegen 08.30 Uhr wollte ich mir wieder Futter mischen und hörte plötzlich meine Rolle der einten Zapfenrute kreischen. Bestimmt ein Schwan oder eine Bisamratte, welche sich in der Schnur verfangen hatte, dachte ich mir. Doch kein Tier weit und breit. Ich gab noch etwas Schnur, zog die Rollenbremse und schlug an. Ein heisser Drill begang. Der Fisch schoss unter die Boote im Hafen durch, glücklicherweise blieb er nirgends hängen.
Nach guten 20 Minuten liess er sich zum ersten Mal blicken.
Ein riesiger Zander! Meine Knie begannen zu zittern, ich habe noch nie so einen grossen Fisch live gesehen, geschweige denn an der Rute...
Ein Velofahrer half mir zum Glück den Fisch zu keschern....
Fazit: Zander, 90 cm, ca. 8.5 kg. Meinen Kescher konnte ich danach entsorgen...



