Doch lange vor diesen müden Attacken konnte ich noch einen weiteren Nachläufer verzeichnen, der mir ebenfalls einen Schreck eingejagt hat, bis ich klar sehen konnte, was in Höchstgeschwindigkeit bis handbreit hinter dem Köder nachgeschwommen ist, bevor es die Verfolgung abbrach: ein Haubentaucher
Hier paar Eindrücke des Tages:

Passt bloss auf. Big Brother is watching you

Als eine Schwanenfamilie kam, versuchte ich mein Glück, ein paar schöne Fotos zu schiessen. Kam waren sie vorbei, drehte ich mich um und bekam nen mittleren Schock. 2m hinter mir war ein Biber im Wasser, der wohl durch meine Drehung ebenfalls erschrak und abartig laut auf das Wasser schlug und unter dem Boot weggetaucht ist. Um meinen Schock zu verarbeiten, schrieb ich das in Whatsapp nieder und promt kam Biber Nr.2 hinterher, ebenfalls in die Sackgasse zwischen Boot, Schilf und mir auf dem Steg. Geistesgegenwärtig Whatsapp in den Hintergrund verschoben und mit der Handycam mein Glück versucht:



Später ist die Schwanenfamilie wieder flussaufwärts und kam erneut flussabwärts an mir vorbei. Da sie diesmal direkt am Boot entlang geschwommen sind, legte ich die Rute beiseite, ging in die Knie und wartete, bis sie hinter dem Boot rausgekommen sind:

Dann sah ich noch Biber Nr. 3 flussabwärts schwimmen:

An 2 anderen Stegen war klar ersichtlich, dass sie am buddeln waren. Trübes Wasser, obwohl es vor paar Stunden noch Sichtweiten von mehr als 5m gab unter Wasser.

Andere Schwanenfamilie am entstehen. Ein Ei war bereits offen:


Später bei einem anderen Steg mit einem verdächtigen Loch am Ufer, habe ich wohl Biber Nr.4 erschrocken? Es hat im Loch innen geplatscht. Aber nicht sonderlich laut. Ich drehte mich um, sah nichts (es war nicht mehr so hell und ich trug noch die Polarisationsbrille), machte ein Foto und sah dann, wie sich unter Wasser eine Dreckwolke ausgebreitet hat und dachte, dass da wohl auch wieder ein Biber geflüchtet ist. Erst als ich zuhause die Fotos am PC angeschaut hab, merkte ich, dass ich ja den Biber voll drauf hatte



Nach dem letzten Wurf um 21:40 machte ich mich dann auf den Weg zurück nachhause. Habe zwar einen Schwarm Stichlinge (4-5cm), eine Schleie (40cm) und einen Nachläufer von einem 50er Alet gehabt, sowie ein "Dütschi" von einem Alet um 65cm gesehen, aber der einzige Fisch, der meine Hechtköder problemlos hätte inhalieren können, war halt nicht willens genug, um den vermeintlichen Happen kompromisslos, unbarmherzig und unnachgiebig holen zu wollen
Aber ja, in einem so intensiv befischten Gewässer geht man nicht jeden Tag mit Fisch nachhause, wenn man es am fraglichen Tag nur auf eine einzige Fischart abgesehen hat.
Gruss
Flümi der Schneider

