Bergsee-Tour im Graubünden

Hier ist der Platz, um Eure Fänge zu präsentieren.
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Michu1
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Bergsee-Tour im Graubünden

Beitrag von Michu1 »

Bergsee-Tour im Graubünden


Hier mein Bericht zu meine Bergsee-Tour im Graubünden. Leider ging mir meine Kamera verloren als wir in die Dämmerung hinein fischten und sie wohl irgendwie aus dem Sack fiel. ? Somit haben wir nur Foto’s vom Samstag/Sonntag verfügbar.

Mit grosser Vorfreude konnte ich am Vorabend kaum einschlafen. Als ich dann den Rucksack fertig gepackt hatte, wurde mir doch etwas mulmig, da dieser dann doch voll beladen und relativ schwer wurde. Jedoch wurde auch wirklich alles was ich mitnahm gebraucht und konnte somit nicht zu Hause gelassen werden.

Der Wecker klingelte um 04:30 und ich war sofort hellwach. Kurz noch duschen und bei strömenden Regen in Bern mit dem Velo an den Bahnhof gefahren und 05:30 auf den Zug. Kurz noch ein Gipfeli und Schoggi-Drink und ab geht’s via Zürich nach Davos.

In Davos angekommen musste ich noch die Patente kaufen gehen. Ein Wochenpatent für mich und 2 Tagespatente fürs Wochenende für Hangover.

Nach dem Kauf ging’s mit dem Bus Richtung Dürrboden, wo meine Tour begann. Hier noch ein Sandwich für den Weg und auf geht’s.

Tag 1, Donnerstag) Ziel: Grialetschhütte

Der Aufstieg von Dürrboden zur Grialetschhütte gestaltete sich anfänglich als schöne, nicht allzu anstrengende Wanderung und ich kam trotz Regen und Wind doch recht zügig voran. Da ich jedoch nicht gerade der Übersportler bin, wurde der Rucksack und die Beine mit der Zeit immer schwerer, die Schritte langsamer und die Pausen häufiger. ? Unterwegs traf ich noch viele andere Bewohner der Berge, z. B. der Bergsalamander, etliche Munggen, Gämsen und zu guter Letzt bei der Hütte auch noch einen Bartgeier.

Nach etwas mehr als 2 1/2 Stunden inkl. Pausen traf ich ein Schild mit der Aufschrift „Endlich... Nur noch 10min und sie haben es geschafft“. Ich konnte mir einen Jauchzer nicht verklemmen und als gleich dahinter der Furggasee auftauchte, war ich zwar durchschwitzt und kaputt, doch die Vorfreude auf das Fischen stieg ins Unermessliche. Als ich auch schon die ersten Saiblinge springen und einige Ringe and der Oberfläche sah, rannte ich quasi bis zur Hütte, wo nochmals 2 kleinere befischbare Seen sind und ein Fliegenfischer gerade im Drill war. Ich hatte soeben knapp 600 Höhenmeter zurückgelegt, nicht schlecht.

Kurz in der Hütte eingecheckt und mir noch ein Bierchen gegönnt und ab gings zurück an den Furggasee. Ich hatte den ganzen See für mich alleine. Ricci hat mich neugierig gemacht und so probierte ich zum ersten Mal meine Fliegen am Sbirolino aus. Da ich nicht wirklich Ahnung von Fliegen habe, probierte ich einfach mal kreuz und quer durch. Zudem probierte ich auch noch mit einem durchsichtigen Buldo und einer Trockenfliege am langen Vorfach zu fischen, was aber nicht sonderlich funktionierte.

Als richtiges Muster mit dem Sbirolino erwies sich eine rote Fliegenymphe, welcher die kleinen Kerle verfielen. Die herrlich gezeichneten, wenn leider auch relativ kleinen Saiblinge boten einen erstaunlich zähen Drill und für Ihre Grösse haben diese doch recht Power. Behutsam setze ich sie jeweils zurück und ging nach ein paar Stunden müde zurück Richtung Hütte. Mit 2 Holländern und einem älteren Pärchen genoss ich die warme Mahlzeit mit Suppe, Geschnätzeltem und Dessert. Noch kurz ein Bierchen vor dem Schlafen und zeitig ins Bett, da ich am Morgen früh raus wollte.

Fazit: Ideal zum Fliegenfischen und als Flöigeler wohl mit etlicher Action am See. Motivierend sicherlich auch für Fliegenfischer-Anfänger, da die Saiblinge doch sehr beissfreudig sind. Aber auch die Fliege am langsam eingezogenen Sbirolino hat mich überzeugt und wir sicherlich noch öfters gebraucht.

Befischbare Seen:
Grialetschsee (direkt bei der Hütte)
Furggasee (10min von der Hütte)

Fischarten: Beissfreudige Sabilinge (bis 25-30cm)


Tag 2, Freitag) Ziel: Flüelapass

Tagwacht war für mich um 05:30. Das Zmorge wurde schon am Vorabend vorbereitet, sodass ich nach ein paar Broten mit Confi und Tee dann gestärkt loslaufen konnte. Meine Befürchtung hat sich bestätigt, dass es in der Nacht weiter geregnet hatte und so der Wanderweg doch recht glitschig war und ich doppelt aufpassen musste. Stirnlampe im Morgengrauen montiert und los geht’s. Der Wanderweg führte über einige Geröllhalden und zuerst leicht steigend. Leider Gottes zweigte ich bei einer Kreuzung falsch ab, sodass ich mich nach einiger Zeit auf dem Weg aufs Schwarzhorn wieder fand (über 3100m ü. M.). Ich gelangte aber relativ einfach wieder auf den richtigen Weg zurück, sodass mir dieser Aufstieg erspart blieb. Puh.. Von weitem konnte ich dann die Flüelapassstrasse schon erkennen und da wurde mir klar, dass ich doch schon recht weit oben bin. Der Abstieg gestaltete sich bequem und hier kreuzte ich auch die ersten anderen Wanderer. Die Frage, „ob ich mit den Ski unterwegs sei“ hörte ich quasi von allen, da sie sich fragten, was das für „Stangen“ an meinem Rucksack sind. Leider führte dann das letzte 45min-Stück der Wanderung der Strasse entlang, welche bei diesem mittlerweile Prachtswetter natürlich voll von kriminell fahrenden Töfffahren und Cabriolets war.

Auf dem Flüelapass angekommen konnte ich auch die beiden Seen erkennen, den Schotten- und Schwarzsee. Kurz das Gepäck abgeladen und ab an den grösseren Furggasee. Ich sah die ersten Ringe und Fische steigen, was mich doch sehr positiv stimmte. Der See verläuft jedoch sehr flach mit nur wenigen tieferen Stellen und Kanten. Da es im See BaFo’s und auch Namays gibt, entschied ich mich für das altbewärte Sbiro-System mit toter Elritze. Also Reuse raus und innert kürzester Zeit waren einige KöFi drin. Potzheilanddonner sind das Riesen-Elritzen! Viel grösser als bei uns in den Berner Bergseen.

Sbiro raus und Anfangen mit dem Gaskocher das Zmittag zu kochen. Beim ersten einziehen war jedoch der Sbiro und die Elritze voll von grünem Schleimschlamm, was mir ein bisschen zu denken gab. Auf Grund fischen ist wohl nicht gerade ideal.. Nach dem Zmittag fing ich somit an mit Spinnfischen mit Wobbler, Twister und Löffel, was mir abgesehen von ein 1-2 Nachläufern auch nicht den gewünschten Erfolg brachte. Man konnte jedoch erkennen, dass die kleinen BaFo’s wunderschön gezeichnet waren, so wie ich es noch selten erlebt habe. Ich umrundete den See das erste Mal und konnte immer wieder scheue Nachläufer im grünen Wasser erkennen, jedoch ohne Biss.

Dann hatte ich plötzlich einen deftigeren Biss auf meinen 3er-Mepps. Anschlag – und das Adrenalin stieg, da der Fisch gehakt war. Das müsste etwas grösseres sein als die Nachläufer davor. Nach einigen versuchten Fluchten konnte ich eine schöne ca. 30er BaFo im Wasser erkennen. Sie wehrte sich noch ein letztes Mal wie wild und es gelang ihr, den Löffel kurz vor meinen Füssen abzuschütteln. Grrrr... Schade! Danach war 1-2 Stunden tote Hose. Ich wechselte noch an den Schwarzsee, wo ich aber keinen weitere Aktivität ausmachen könnte.

Dann kam auch schon Hangover an und wir genehmigten uns ein Bier, bevor es dann in der Dämmerung zum Kanten-Abfischen ging. Ich konnte mit dem Twister doch einige zaghafte Bisse und Nachläufer erkennen, während bei meinem Compagnon nicht wirklich was ging. Jedoch auch bei mir entstand kein Drill daraus.. Hier verlor ich dann zu allem Übel eben auch noch meine Kamera. Somit gingen wir zurück zur Hütte noch was Trinken und Essen und dann ab ins Bett, da wir morgen Früh nochmals die Kanten abfischen wollten und auf mehr Aktivität hofften – leider Vergebens. So entnahmen wir noch ein paar Prachts-Elritzen und diese dann an unserem eigentlichen Highlight der kleinen Tour – den Jöriseen – zu verwenden.

Beim Morgenessen erzählte uns die Bedienung noch, dass 1 Woche vorher ein Wettfischen stattgefunden hat und kein einziger (!) Fisch gefangen wurde. Zurückzuführen war dies laut Experten am Überangebot an Fressen aufgrund des grünen Schlamms wo sich viele Wasserschnecken, Kaulquappen etc. drin befinden. Ob es mit der Fliegenrute besser gegangen wäre, weiss ich nicht. Jedoch konnte an der Oberfläche doch ein paar Sprünge und Ringe ausgemacht werden.

Befischbare Seen:
Kleinerer Schwarzsee (Bachforellen)
Schottensee (Bachforellen, Namaycush)


Tag 3 + 4, Samstag + Sonntag) Ziel: Jöriseen

Bei strahlendem Wetter machten wir uns auf zu den Jöriseen. Beim Parkplatz beim Wägerhuus packten wir noch den restlichen Proviant um und mit vollbeladenen Rucksäcken machten wir uns auf die Wanderung. Wir wählten den Weg über die Winterlücke, da wir beim obersten Jörisee starten wollten. Am Anfang hatten wir ein beachtliches Tempo drauf, welches mit der Zeit etwas gedrosselt wurde und mehrere kurze Pausen eingelegt wurden. Die Sonne war heute nicht unbedingt mein bester Freund und die letzten Tage machten sich mit müden Beinen bemerkbar. Ich holte mir auch noch den wohl letzten Sonnenbrand der Saison. ?

Als der höchste Punkt bei der Winterlücke erreicht war und nach einem Abstieg von ein paar hundert Metern wurde uns ein Prachtspanorama geboten, welches schon alleine für die 2.5 Std Aufstieg entschädigte. 4 aneinander gereihte Seen, welche alle eine andere Färbung hatte (1 See klar, 1 See milchig, 1 See Cote-Azur-türkis, 1 See trüb) – einfach nur herrlich!

Nach weiteren 30min Abstieg über eine Geröllhalde erreichten wir endlich unser Ziel, den obersten Jörisee. Kaputt und geschafft wurden erst mal die Schuhe ausgezogen und im kalten Wasser gebadet – brrrr, sehr kallt aber auch erfrischend!

Danach wurde die Sbiro-Rute montiert mit einer Elritze und so weit wie möglich rausgepfeffert. Man erkennte sofort, dass der See sehr tief ist, was unsere Hoffnung auf Namays noch verstärkte. Danach war erst mal Erholung angesagt und die Sonne geniessen. Zeit zum aktiv Fischen bleibt uns noch genügend. Dieses Glas kühlen Weisswein haben wir uns verdient!

Nach ca. 1 Std. der erste Aufreger: Anschlag von Hangover und der Fisch war gehakt. Oder doch nicht? Doch!? Oder nicht? Hmmm... Die Gegenwehr hielt sich in Grenzen, doch als der Sbiro an der Oberfläche erscheint, erkannten wir ihn: Den ersten Namay dieses Trips. Uns war schon von weitem klar, dass es sich um ein (zu) kleines Exemplar handelt, das getrost noch ein paar Jährchen in diesem prächtigen See wachsen darf. Doch die Zuversicht war zurück und mit der Devise „Wo’s kleine hat, sind auch grosse“ fischten wir weiter. Eins vorneweg: Mit dem Sbiro lief nichts mehr.

So wechselte ich auf die Spinnrute und machte mich mit der Kunstköderbox auf, den See abzufischen. Währenddessen liess es sich Hangover nicht entgehen, ein Nickerchen zu machen. Ich fischte die Kanten am Ufer ab, welche gut sichtbar waren. Doch nichts tat sich. Hmmm, Gopf, das kann doch nicht sein.. Ich begab mich nach unendlichen Köder- und Standortwechsel zu meinem von Anfang an auserkorenen Top-Hot-Spot beim kleinen Bacheinlauf nahe der Felswand. Hier sollten/müssten doch die BaFo’s beim Bächlein und die Namays nahe der Felswand stehen.

Jetzt setzte ich alles auf eine Karte und montierte auch noch den zuverlässigsten Bergseeköder, welcher schon oft Bisse und Fänge brachte, wenn bei anderen Ködern gar nichts ging. So kann ja jetzt eigentlich wirklich nichts mehr schief gehen. Gesagt, getan. Ausgeworfen und schon der erste Biss, leider nicht verwertet. Selbe Stelle nochmals angeworfen und vor meinen Füssen bemerkte ich die Nachläufer von 2-3 ca. 20cm BaFo’s, auch hier sehr schön gezeichnet. Dieses Szenario wiederholte sich jetzt bei quasi jedem Wurf. Immer wieder Nachläufer, welche direkt vor mir auf den letzten Metern aus dem Nichts heran geschossen kamen. Auch grössere Exemplare waren dabei, welche mit Sicherheit das benötigte Mass erreichten und uns somit ein Znacht beschert hätten. Doch die Bisse kamen so zögerlich und scheu, dass es extrem schwierig war.

Als es dann gegen Abend plötzlich anfing zu tröpfelen, eilte ich zu Hangover zurück, der mittlerweile auch aufgewacht war und auch auf Aktiv-Fischen umstieg. Bei der Umrundung des Sees ist mir ein geeigneter Platz für unser Zelt ins Auge gestochen, welcher einigermassen Wind- und Wetter geschützt war. Da für den Abend Gewitter gemeldet waren, wollten wir keine Zeit verlieren und bauten das Zelt auf. Ich erzählte von meinen Erfahrungen von vorhin und so entschlossen wir uns nach einer Bier-Stärkung, bei eben genannter Stelle zu Fischen bis es dunkel wird.

An Action hat es uns hier wirklich nicht gefehlt. Quasi bei jedem Wurf konnten Nachläufer und Bisse erkannt werden. Jedoch meist erst kurz vor dem Ufer, sodass es extrem schwierig war, die Bisse zu verwerten. Nach einem weiten Wurf Richtung See-Mitte anstatt den Kanten entlang verspürte ich einen weiteren Biss kurz nach dem Absinken auf den Grund. Anschlag – und der Fisch hängt. Nach bemerkenswerter Gegenwehr erkannte ich sofort, dass es sich um einen Namay handelt, jedoch nicht um das gewünschte Monster ?. Wenn man’s grosszügig gemessen hätte, hätte er wohl das Mass erreicht, doch auch er durfte weiterschwimmen. Yes, endlich hatte auch ich meinen Namay-„Drill“, was mich doch sehr beruhigte. Den einen oder anderen kleinen konnten wir noch landen und releasen, doch leider immer noch nicht den gewünschten Grösseren fürs Znacht.

Es dunkelte langsam aber sicher ein und die Zeit rennt uns davon. Hangover war jetzt auch auf meine Seite des Bächleins gekommen und warf Richtung Felswand-Kante. Biss, Anschlag und die Ankündigung „Fisch! I ha eine, isch öppis grössers!!“ Die Anspannung stieg und nach kurzer Zeit konnte ich den sehnlichst erhofften 30+ Fisch keschern, eine BaFo. Die Freude war riesig, so wie wir uns wohl noch nie über einen 31er-Salmoniden gefreut haben.

Danach warfen wir noch einige Male raus, aber die Dunkelheit war eingekehrt, so dass wir uns entschlossen zum Zelt zu gehen und endlich unser wohlverdientes Znacht zuzubereiten. Einweggrill hervor und einheizen und mit dem Notkocher und Bratpfännchen die Fertig-Rösti anbraten, während Hangover den Fisch filetierte. Und wieder meldete sich Petrus und es beginnt wieder zu tröpfeln. Die Rösti wird langsam gut und auch die Filets und noch je 1 Cervelat sind auf dem Grill. Von Minute zu Minute wird der Regen stärker und der Wind nimmt zu. „Komm bitte Petrus, nur noch 5min warten, dann ist ok!!?“. Es reichte! Kurz alles zusammen geräumt und mit dem 2 vollen Tellern ab ins Zelt. Keine paar Minuten später dann Donner, Blitz und Sturm. Hoffentlich hält das Zelt.. Das Essen schmeckte vorzüglich und wir genossen jeden Bissen. Die Schlafecken wurden eingerichtet und sich warm angezogen. Wir erwarteten eine ungemütliche kalte Nacht, und so war es auch! Doch auch so konnten wir ein bisschen schlafen, kaputt aber glücklich! Der nächste Morgen war freundlicher, doch man erkannte schon die schwarzen Wolken hinter den Bergen. Für heute war wirklich nonstop Regen und Sturm angesagt, so dass wir uns entschlossen, zusammen zu packen und Richtung Wägerhus zurück zu wandern. Schade, denn ich hätte gerne noch an einem der anderen Jöriseen gefischt. Doch die Vorstellung, den Rückweg bei Wind, Sturm und Regen zu wandern, schreckte uns ungeübte Nicht-Alpinisten doch ab. So nahmen wir den Rückweg wiederrum über die Winterlücke zurück. Wir kamen recht zügig vorwärts und als wir dann endlich das Auto erreichten und die Rucksäcke abziehen konnten, waren wir kaputt, glücklich und auch etwas stolz auf uns. Kurz noch ausgezogen um ein „Bad“ im eiskalten Bach zu nehmen, sodass wenigstens der gröbste Gestank und Schweiss weg ist. Danach machten wir uns auf den Heimweg Richtung Bern.

Befischbare Seen:
Die 5 Jöriseen

Fischarten: Bachforellen, Namaycush


Alles in allem war es für mich/uns ein grosses Erlebnis, auch wenn es ja eigentlich noch 1-2 Tage länger hätte dauern sollen. Das unbeeinflussbare Wetter machte mir jedoch einen Strich durch die Rechnung.

Es war herrlich mal weg von der ganzen „Grossstadt“-Hektik und einfach mal raus für ein paar Tage in die Natur und auf sich alleine gestellt zu sein. Das Panorama mitten in den Bergen ist einfach grandios!

Ich werde auf jeden Fall in Zukunft mind. 1 Mal im Jahr so eine Tour machen, es tut einfach gut!
Sehr interessieren mich auch die Fliessgewässer im Kanton Graubünden.

Fischmässig war der Erfolg zwar überschaubar, doch konnte ich regelmässig Aktionen verzeichnen. Sicherlich ist das Fliegenfischen die wohl Beste Technik und hier oben zu fischen. Es steht ganz oben auf meiner Prioritätenliste, dies im nächsten Jahr zu beginnen und zu erlernen.

Auch bin ich mächtig stolz auf mich/uns, da es körperlich für einen eher bequemen Menschen wie mich doch eine grosse Herausforderung war, welche jedoch mehr oder weniger mit Bravour bestanden wurde.

Vielen Dank noch an alle die mir im Vorfeld Tipps und Tricks gegeben haben! Es het eifach gfägt!!

Hier noch ein paar Impressionen:

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Loup
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Re: Fischer-Route von Bergsee zu Bergsee

Beitrag von Loup »

Da hast du was geschafft, was nicht jeder schafft und du hast etwas erlebt, das du nie vergessen wirst. Danke fürs teihaben.
Gruss vom Murtensee
Loup
forellenfreak

Re: Fischer-Route von Bergsee zu Bergsee

Beitrag von forellenfreak »

Vielen Dank für diesen schönen und spannenden Bericht.......weiter so :wink:
Rolandus

Re: Fischer-Route von Bergsee zu Bergsee

Beitrag von Rolandus »

Ganz toll Giele !
Danke für den Bericht.
Ihr seid ja schon auf Riccis Spuren :v:

So in 2-3 Jahren werd ich das mit meinem Sohn machen, wenn er fit genug wird für so eine Tour.
Nur Männer natürlich, die Frauenfraktion kann in diesen Tagen dann die Läden in Bern unsicher machen :lol:

Rolandus
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Michu1
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Re: Fischer-Route von Bergsee zu Bergsee

Beitrag von Michu1 »

Vielen Dank!

Naja, um auf Riccis Spuren zu sein, braucht es wohl noch einiges (vor allem Fangerfolg) :lol: Aber was nicht ist, kann ja noch werden..

War aber wirklich herrlich und ich kann nur wirklich jedem empfehlen, so etwas zu machen! Einfach mal Abschalten von der Arbeit, ab in die Berge und das GANZE Drum und Dran geniessen. Schade wurden Gewitterstürme und Wind gemeldet, ansonsten wäre ich wohl noch 1-2 Tage länger geblieben.
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tom66
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Re: Bergsee-Tour im Graubünden

Beitrag von tom66 »

Danke für den tollen Bericht. Ja was die Kondition angeht weiss man nach so einem Abenteuer das ab und zu ein bisschen Ausdauertraining wohl nicht schaden würde, kenn ich von mir selber :D

Im Schottensee habe ich auch schon gefischt und in etwa das gleiche erlebt wie ihr...ist ein sehr heikler See hat aber schöne Fische drinn.

Gruess

Tom66
alpfish

Re: Bergsee-Tour im Graubünden

Beitrag von alpfish »

Gratuliere zum Einstand!
Die Bergwelt kommt einem doch auch deutlich näher wenn man zu fuss aufsteigt und auch die Nächte in der Höhe verbringt. Je mehr du das machst, umso genussvoller werden, die Wanderungen werden. Es freut mich zu lesen das du trozt teilweise schlechtem Wetter weiterhin solche Touren unternehmen willst. Das Fischen in den Bergen kann süchtig machen!
Freut mich wenn du dabei auch auf's Fleigenfischen kommst. :lol:
troutstalker

Re: Bergsee-Tour im Graubünden

Beitrag von troutstalker »

Ein dickes "Dankeschön" für diesen ausführlichen Bericht über meinen Lieblingskanton. Sowas ist bei mir auch in Planung - nächsten Sommer dann, hoffentlich. Im Winter aber geht's sicherlich ein paar Male ins Bündnerland zum Snowboarden. So als Ueberbrückung :)
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fisherking
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Re: Bergsee-Tour im Graubünden

Beitrag von fisherking »

Aber hallo!!!
Ein herzliches MERCI für den ausführlichen Bericht!
So was wollte ich schon immer machen... ev. darf (kann) ich
euch ja beim nächsten Trip begleiten... würde mich extrem freuen!

Weiter so :v:
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JJwizard
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Re: Bergsee-Tour im Graubünden

Beitrag von JJwizard »

Toller Bericht der mich zum Schwelgen in meiner fischereilichen Vergangenheit animiert hat. :D :D :D

Als Endzwanziger hatte ich meinen 3 besten Freunden vom Billard-Club-in einer Bierlaune mal ein Abenteuer mit Fischen versprochen, worauf Sie mich beim Wort nahmen und ich mir was einfallen lassen musste. Das Resultat war 1 Woche Ferien im August an den Jöriseen. Du weisst ja, tolles Alpenpanorama mit den 3 Jöriseen aufgereiht wie an einer Perlenkette, doch auch kein Holz, da weit oberhalb der Baumgrenze. Ausgestattet mit allem was man für eine Woche weg vom Schuss braucht haben wir uns da rauf gequält, doch wir wurden auch von unserem Ziel reich entschädigt dafür. Nur schon das Barfuss laufen auf dem Moosteppich war unbezahlbar und einfach nur fantastisch für uns Städter! Natürlich haben wir auch gleich in der ersten Nacht ein Gewitter erlebt, niemals war ich näher dran als damals, wir haben uns beinahe nass gemacht vor nicht zugegebener Angst. Zum Glück fanden wir am nächsten Tag eine SAC Hütte die einem Steinschlag zum Opfer gefallen war, Holz vom Dachstock abtransportiert mit dem Rest der Türe hatten wir nun genug, was das Leben für 1 Woche am See erheblich vereinfachte. In der Folge hatten wir tolles Sommerwetter bis zum letzten Tag als wir mitten im Abstieg vom Schnee überrascht wurden.
Ja das sind unsere Berge und deren (teils milchig) blaue Augen die Bergseen. Diesen Trip werde ich nie vergessen!

Du kannst Dir vorstellen, wenn man eine Woche daoben (2700 ü.M.) ist, fischt man viel!. Meine Freunde (mit Naturköder und Spinner) und ich mit der Fliege (inkl. Streamer), konnten total sicher über 200 Forellen und Kanadier fangen, soweit ich mich erinnere war ein 38iger Kanadier der grösste Fisch den wir fangen konnten, doch im ersten See habe ich mehrfach eine wirklich grosse BAFO von über 50 cm beobachten können, doch sie war zu schlau für mich - GUT so!

Besten Dank für Deine Berichterstattung, hat mich riesig gefreut von Euer Tour zu lesen. Und schön geht es den Jöriseen offensichtlich wieder besser, nachdem ich vor ein paar Jahren von einem grossen Fischsterben an diesen Seen gehört habe!

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JJ
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Michu1
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Re: Bergsee-Tour im Graubünden

Beitrag von Michu1 »

Potzblitz, 1 Woche?! Kann mir gut vorstellen dass das eine Tortur war, das ganze Zeugs da hochzuschleppen.. :shock: Wir hatten schon Mühe mit Sachen für 2 Tage! :lol:

Aber hast Recht, der Anblick der Seen wenn du über die Kuppe kommst, entschädigt schon alleine für den Aufstieg!

Als Stadtmensch ist es definitiv noch viel eindrücklicher, diese Bergmassive, Landschaften, Wetterbedingungen etc. zu erleben und deshalb hab ich es umso mehr genossen!

Ich kann mir gut vorstellen, dass es in jedem der Seen auch genügend grosse Brocken hat, doch diese zu fangen ist wohl sehr sehr schwer. Nicht um sonst schwimmen diese auch schon etliche Jahre da drin.

Schön dass Euch der Bericht gefällt und wie gesagt: Ich kann es jedem nur empfehlen und bei mir in der jährlichen Ferienplanung hat das sicherlich von nun an einen festen Platz!
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