Neue Felchenart im Brinzersee?
- Rolf
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Re: Neue Felchenart im Brinzersee?
danke für die Info!
das muss aber erst noch zweifelsfrei nachgewiesen werden, was bei dem "Felchentourismus" der Vergangenheit mit Sicherheit nicht einfach werden dürfte
http://felchenfischer.ch/389501/index.html
das muss aber erst noch zweifelsfrei nachgewiesen werden, was bei dem "Felchentourismus" der Vergangenheit mit Sicherheit nicht einfach werden dürfte
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Gruss Rolf
Rettet die Würmer, fischt mit der Nymphe!
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- helix
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Re: Neue Felchenart im Brinzersee?
Danke für die spannende Info! Wer sich erinnert, weiss, dass ich hier im FF schon mehrmals davon geschrieben habe, dass sich aufgrund der einzigartigen Umweltbedingungen im Brienzersee früher oder später neue Arten bilden werden. Kleine, sommerlaichende Brienzlige, die auch in sehr grossen Tiefen vorkommen, sind derweil auch nicht völlig neu und heben sich sicherlich mittlerweilen auch genetisch von den anderern Felchenformen ab. Es ist aber schon krass, dass es hier ein internationales Forschungsteam braucht, welches sogar von einer Sensation spricht und für ihre Studien sicherlich einige Hunderttausend oder sogar Millionen Franken brauchen, während einige Einheimische dies schon längst wussten, es jedoch wissenschaftlich nicht beweisen konnten. Bin gespannt, falls die genetischen Merkmale wirklich auf ein neue (
) Art weisen, wie diese dann genannt wird.
OT: Im Film wurde auch ein Alet gefangen, diese Art gedeiht im für einige andere Forscher "fischleeren" See ebenfalls prächtig, besser denn je.
OT: Im Film wurde auch ein Alet gefangen, diese Art gedeiht im für einige andere Forscher "fischleeren" See ebenfalls prächtig, besser denn je.
Gruess helix
-
Chrigel
Re: Neue Felchenart im Brinzersee?
und gemäss einer regionalen zeitung wurden "riesen-grosse" eglis gefangen, im fischleeren see
trotzdem, interessante sache und hoffentlich werden die ergebnisse auch ersichtlich.
trotzdem, interessante sache und hoffentlich werden die ergebnisse auch ersichtlich.
- helix
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Re: Neue Felchenart im Brinzersee?
Wie gross die "Rieseneglis" waren, nähme mich schon noch Wunder...und viele Weissfische wie Lauben (Bläuel) oder Rotaugen und auch ein Hecht aus dem "fischleeren See" haben die Forscher gefangen.
Was aber besonders spannend und auch für mich neu ist, die Forscher haben sogar zuunterst im See, also auf rund 250 Metern Tiefe laichende Kleinfelchen gefangen. Der Sauerstoffgehalt ist also gar dort unten noch ausreichend und somit wird auch dieser Lebensraum, spannenderweise sogar um abzulaichen, genutzt, was diese Forschungen hiermit beweisen. Darüber hat man vorher eigentlich nur spekuliert und nur wenige, wenn überhaupt, haben wohl jemals dort in diesen Tiefen gefischt. Im Murtensee dagegegen seien unter 20 Metern Tiefe aufgrund des zu geringen Sauerstoffgehaltes keine Felchen mehr vorhanden.
Was aber besonders spannend und auch für mich neu ist, die Forscher haben sogar zuunterst im See, also auf rund 250 Metern Tiefe laichende Kleinfelchen gefangen. Der Sauerstoffgehalt ist also gar dort unten noch ausreichend und somit wird auch dieser Lebensraum, spannenderweise sogar um abzulaichen, genutzt, was diese Forschungen hiermit beweisen. Darüber hat man vorher eigentlich nur spekuliert und nur wenige, wenn überhaupt, haben wohl jemals dort in diesen Tiefen gefischt. Im Murtensee dagegegen seien unter 20 Metern Tiefe aufgrund des zu geringen Sauerstoffgehaltes keine Felchen mehr vorhanden.
Gruess helix
-
berufsfischer
Re: Neue Felchenart im Brinzersee?
die tiefenzone der tiefen voralpen-und mittellandseen war früher genutzter lebensraum für verschiedene fischarten. mit der zunehmenden eutrophierung war es für fische meist nicht mehr möglich sich dort zu halten, was aber nicht unbedingt heissen muss, dass diese arten ausgestorben sind. durch diverse vorschriften und eingriffe hat sich in den letzten jahrzehnten die wasserqualität und der sauerstoffwert in vielen seen wieder so stark verbessert, dass wieder leben in der tiefenzone existieren kann. so haben an verschiedenen seen, jene arten die aus ihrem angestammten lebensraum weichen mussten, begonnen, diesen lebensraum in der tiefe wieder zu besiedeln. dass sich bei diesen fischen das wachstum verringert und sie auch phänopypische veränderungen aufweisen können ist bestätigt. dass nach wenigen jahren/generationen auch genetische unterschiede nachweisbar werden ist anzunehmen, vergleichbare beispiele mit felchen belegen diese theorie. auch eine veränderung der laichzeit ist nicht ausgeschlossen. daher ist immer vorsicht geboten wenn von einer "neuen felchenart" aus der tirefenzohne berichtet wird, es könnte genau so gut exemplare einer bestehende art sein, die aufgrund eines wiedererlangten lebensraumes (weniger futter, nie licht, immer kaltes wasser ect.) sich an die dortigen bedingungen anpassen und sich wieder dem ursprünglichen zustand ihrer art annähert. zu meinen man könne eine genanalyse machen und wenn die was für uns neues ausweist meinen, man(n) hätte jetzt das rätsel gelöst, ist zwar wissenschaftlich korrekt, doch beantwortet dies noch längst nicht alle fragen...