Sehr interessante Studie über Hechtbesatz

Fragen und Antworten zum Thema: Der Fisch in seiner natürlichen Umgebung Verhalten, Habitat, Nahrung und Besatzmassnahmen/Bewirtschaftung.
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Dural
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Re: Sehr interessante Studie über Hechtbesatz

Beitrag von Dural »

MS Tripper hat geschrieben: Öhm Dural, du scheinst den Inhalt der Studie nicht ganz zu verstehen... auch egal :lol:
na dann klär mich auf... :roll:

ich habe nur gesagt das die Studie nicht 1:1 auf unsere Gewässer / Laichfischfang übertragbar sind / ist. und wenn eine Studie mit solchen gravierenden "Mängel" wie von mir zitiert (vielleicht sind die hechtlein auch einfach nur weiter geschwommen, wir vermuten aber...) zu irgendeinem Ergebnis kommt ist das für mich sicher nicht zufriedenstellend und benötigt meiner Meinung nach weitere Untersuchungen. In dieser Studie werden mehr Fragen offen gelassen als sie überhaupt beantwortet.

Zudem wird ein gravierender "Fehler" begangen, man verwendet Laichtiere die gar nicht aus diesem Gewässer stammen! was würdest du dazu sagen wenn man aus dem Thunersee Laichfische fängt um die Nachkommen im Zürichsee dann aus zu setzen?!? Das diese Fische Gen mässig nicht auf dieses Gewässer angepasst sind dürfte doch nur allzu logisch sein.
Arts

Re: Sehr interessante Studie über Hechtbesatz

Beitrag von Arts »

Hallo,

Irgendwie bin ich etwas verwirrt...

Die Studie sagt u.a Hechtbesatz überlebt nicht, aber anderseits gibt es ja einen Befischungsdruck, ich kann mir schwer vorstellen das die natürliche Verlaichung einen starken Befischungsdruck kompensiert... Oder ist es so?

Der Besatz am Wohlensee könnte man ja auch so interpretieren, dank dem Besatz sind die Fänge stabil....

Kann man Hechtbesatz nicht vergleichen mit anderen Besatzstüzenden Massnahmen?

Nur so nebenbei im Wohlensee wurden 2008 z.B 3600 Äschen besetzt....

Anders gefragt, wäre es möglich OHNE Besatz nachhaltige Fischerei zu betreiben? Rein mit dem Schonmass und der Entnahmemenge als mittel zur Regulation? (ich spreche hier jetzt speziell den Hecht an)

Tom
gonefishing

Re: Sehr interessante Studie über Hechtbesatz

Beitrag von gonefishing »

Arts hat geschrieben: Anders gefragt, wäre es möglich OHNE Besatz nachhaltige Fischerei zu betreiben?
Aber sicher, wenn die Lebens- und Fortpflanzungsbedingungen stimmen kann man immer einen gewissen Teil entnehmen ohne den Bestand zu gefährden.
Gerade bei Raubfischen funktioniert das sehr gut, da eine Dezimierung der grösseren Fische ja zu noch besseren Bedingungen für den Nachwuchs führt. Natürlich müssen auch noch genug grössere Fische da sein um die Fortpflanzung zu gewährleisten.
Arts

Re: Sehr interessante Studie über Hechtbesatz

Beitrag von Arts »

Wie du sagst "einen gewissen Teil"

Dieser gewisse Teil ist aber doch die unbekannte... Wieder als Beispiel Wohlensee, trotz dem Besatz ist ein Muster erkennbar, es sind immer etwa um die 500 Hechte pro Jahr die entnommen werden.... Und was auch vom hören sagen auffällt, es sind wohl meistens so 45 - 65 cm.. grössere sind schon seltener

Was heisst das denn jetzt, ist der "gewisse Teil" schon überschritten, so dass sie nicht mehr wirklich heranwachsen können grössere selten werden?

Irgendwie bestätigt der Wohlensee die Hechtbesatz These.. Man kann 100'00, 50'000 besetzen mehr als 500 pro jahr werden kaum gefangen..

Tom
Zuletzt geändert von Arts am Mi 8. Feb 2012, 22:27, insgesamt 1-mal geändert.
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passionfisher
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Re: Sehr interessante Studie über Hechtbesatz

Beitrag von passionfisher »

Arts hat geschrieben: Wenn man die Studie zu rate zieht, so würde wohl der Besatz am Wohlensee nicht zu einem besseren Hechtbestand führen....

Im 2008 wurden 100'000 im 2009, 50'000 und im 2010 wie gesagt 50'000 Brütlinge, besetzt und in den letzten 3 Jahren pro jahr bis zu 2500 Sömmerlinge....

War das alles für die Katz?

Gefangen werden desshalb nicht mehr Hechte, sind immer so um die 500
Ich glaube die Antwort auf deine Frage hast du schon selbst gegeben - zumindest ich persönlich würde sagen, dass 500 gefangene Hechte pro Jahr hier in keinem (bzw. zumindest keinem guten) Verhältnis zum Besatzaufwand stehen :idea:
Und beim Wohlensee kann ich mir auch nicht vorstelen, dass dort der Befischungsdruck auf die Hechte zu gross wäre, als dass sich der Bestand nicht auch gut selbst aufrecherhalten könnte. Jede Menge Futter und Verstecke und Laichmöglichkeiten, und grosse Gebiete, in denen nicht oder nur wenig auf sie gefischt wird/werden kann...
Bei den Äschen ist die Situation aber wohl etwas anders - da ist der natürliche Grundbestand nicht wirklich gut und die Laichmöglichkeiten durch die Verbauungen sind auch nicht mehr ideal.
Allerdings kann man sich fragen, ob es Sinn macht die ganzen Hechte auch noch mit Satzäschen zu mästen :roll:
Arts

Re: Sehr interessante Studie über Hechtbesatz

Beitrag von Arts »

Ja,

Das mit den Äschen war im 2008, also noch während dem Moratorium, ich habe mich schon gefragt warum man diese denn im Wohlensee besetzt hat...

Zum Befischungsdruck, da hast du schon recht, man muss schon Bootsfischer sein um auch einigermassen erfolgreich dem Hecht nachstellen zu können....

Tom
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