Warum sterben im Mai viele Egli nach dem Fang?

Fragen und Antworten zum Thema: Der Fisch in seiner natürlichen Umgebung Verhalten, Habitat, Nahrung und Besatzmassnahmen/Bewirtschaftung.
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big trout

Beitrag von big trout »

ah ok, ich dachte dies sei in der Hitze des Gefechts untergegangen...
In Aesch habe ich es gefangen. Fischst du auch am Hallwylersee? Davon hört man ja fast gar nichts hier drin...
gruss flo
big trout

Beitrag von big trout »

Ich habe noch eine generelle Frage: Wie verkleinert man Fotos, damit sie nur 300 kb gross sind, dass man sie hochladen kann??
habakuk

Beitrag von habakuk »

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Reverend

Beitrag von Reverend »

big trout:
Eine Frage wirst du dir schon stellen lassen müssen:
Wozu gehst du fischen?
Zu welchem zweck hälterst du sie in deinem 250l-Bassin?

Dahinter steckt die Forderung des Gesetzgebers (Tierschutzgesetz), dass für das Angeln ein vernünftiger Grund gegeben sein muss.
Und als solchen anerkennt das Tierschutzgesetz nun einmal nur
a. den Nahrungserwerb und
b. wissenschaftliche Forschungszwecke
c. Maßnahmen der Fischhege seitens des Gewässerbewirtschafters.

Für den Fall b. muss dann ein staatlich genehmigter Forschungsauftrag vorliegen (z.B. von einer Universität oder einem vergleichbaren anerkannten Forschungsinstitut).
Eagleeye

Beitrag von Eagleeye »

Versuche es zumindest. Allerdings im Aargauer Teil.
Gibt auch nicht wirklich viel zu schreiben. :cry:
Angler135

Re: Warum sterben im Mai viele Egli nach dem Fang?

Beitrag von Angler135 »

big trout hat geschrieben:hallo zusammen.
Letzten Samstag war ich am Hallwylersee, wo in etwa 5 Metern Tiefe ein schönes 30er Egli erwischte. Danach hälterte ich es während dem Weiterfischen im Fischkasten, und seit Samstagaben in meinem Fischbassin. Das Egli liegt seither leider immer mit dem Bauch an der Oberfläche. Wenn ich es berühre schwimmt es jedoch ein wenig irritiert und untypisch im Aquarium herum.
Ich habe schon oft die Erfahrung im Mai gemacht, wenn man Fische in 5 Metern Tiefe fängt, wo das Wasser viel kühler ist als an der Oberfläche wo es schon warm ist, dass viele Fische leider sterben.
Kann jemand dazu etwas sagen? Hängt dies mit der Sauerstoffversorgung des Gehirns zusammen? Oder hat der Fisch schon irreparable Nervenschädigungen erfahren, wodurch er nicht mer lange überleben wird? Fakt ist jedoch, dass seit 3 Tagen noch lebt.... Mit der Nahrungsaufnahme dürfte es jedoch auf die Dauer schwieriger werden.

gruss flo
Um zurück zum Thema zu kommen. Ich glaube der Fisch ist aus verschiedenen Gründen krank geworden.

Gründe für das Fischsterben in deinem Aquarium könnten folgende sein:

- Zuwenig Platz
- zu hohe Wassertemperatur falls das AQ in einem Gebäude ist oder zu grosse Temperaturschwankungen (nacht zu kalt, tag zu warm, falls das AQ draussen ist)
- nicht fischgerechte Wasserwerte (nitrit, nitrat usw. welches im Leitungswasser vorhanden ist).
- generell keine artgerechte Haltung (z.b. einzelhaltung eines fisches der sich nur in gesellschaft wohl fühlt) usw.

Dies könnte zur Verendung der Fische geführt haben. Generell ist ein Fisch in Gefangenschaft anfälliger auf Krankheiten. Wenn du ihm nicht eine fischgerechte Umgebung bietest wird er eingehen. Ist nur eine Frage der Zeit.
big trout

Beitrag von big trout »

zu angler135: deine Gründe, die in deiner Antwort aufgelistet sind tönen schön nach Internet. Fehlt nur noch die Quellenangabe. Aber ich glaube wenn man die ganze Diskussion hier mitverfolgt hat, erkennt man, dass keiner dieser aufgeführten Gründe zutreffen.
zu Reverend:
wozu ich eigentlich fischen gehe? ja diese Frage stelle ich mir manchmal auch, besonders wenn ich nichts fange...
wenn man manchmal eine Forelle isst, geht dies wahrscheinlich in die Kategorie Nahrungserwerb.
für den Fall b: wissenschaftliche Forschung, damit kann ich leider nicht dienen, aber interessant wärs.

zum Thema Hältern. Ich weiss nicht, ob das hier drin so selten ist oder so, ich kenne viele Leute die Fische zu Hause hältern.
Ich tue dies aus verschiedenen Gründen: Köderfische ( der Grund steckt schon im Namen)
Forellen: teilweise zum Essen, weil sie mir gefallen. Bei Besatzfischen, die in einem Teich aufgewachsen sind, und vor dem 1. März in die Reuss gegeben werden, um einige Tage später verspeist zu werden, sehe ich kein Problem diese zu hältern.
Angler135

Beitrag von Angler135 »

Ich berichte aus eigener praktischer Erfahrung. Habe selber ein Aquarium (oder bassin) von 450 Liter.

Kaltwasseraquarien mit heimischen Fischen sind anspruchsvoll.

"Das Egli habe ich im Hallwylersee gefangen.
Mein Fischbassin fasst 250 liter, das Frischwasser kommt direkt von der Leitung."

Leitungswasser sofern unbehandelt ist nicht gut für die Fische wegen Nitrit, Nitrat usw.

250 Liter für einen 30 cm langen Fisch aus der freien Natur ..... naja

Du hast eine Frage gestellt und ich habe dir versucht mögliche Gründe zu liefern. Aber wenn du etwas anderes hören willst kann ich dir leider nicht weiterhelfen.

Viel Glück bei der Erforschung deines Problems.

Gruss
Michael
big trout

Beitrag von big trout »

Ich denke nicht, dass die Nitrat und Nitrit Werte im Leitungswasser grösser sind als in einem Gewässer. Nitrit und Nitrat entsteht ja durch Abbau von organischem, stickstoffhaltigem Material, also Fleisch bzw. Fisch.... Und ich halte ja seit einigen Jahren Fische, also ich das sicher nicht das Problem.
Aber danke trotzdem für die Anwort.
phil

Beitrag von phil »

das eine problem ist das ein 30 cm egli nicht in ein solches becki gehört...

das mit dem leitungswasser ist sicher richtig, wenn mann im aquarium köderfische hältern will sollte mann gleich auch das wasser aus dem gewässer mitnehmen. fische sind aufgrund ihres recht offenen gas- u. wasseraustausches über die kiemen sehr anfällig auf kleinste veränderungen von ph- und salzkonzentration. die zellen verlieren zuviel wasser oder kriegen zuviel, je nachdem wie das gleichgewicht ist.
big trout

Beitrag von big trout »

ich glaube du verkennst das Problem. Ich hältere ständig Fische im Bassin und hatte bis jetzt noch nie Probleme. Was denkst du wie die pH Werte und Konzentrationen dieser An- und Kationen in Gewässern varieren? Wenn Regenwasser von gedüngten Feldern in Gewässern gespühlt wird. Oder generell der saure Regen den Säuregrad eines Gewässers ändert.

Ich habe noch nie gelesen, dass Kationen über die Kiemen ausgetauscht werden. Weil dann würde sich ja zuerst der pH des Blutes ändern, sofern dieses nicht so stark gepuffert ist wie beim Menschen...
phil

Beitrag von phil »

kling komisch, ist aber so...
süsswasserfische sind hyperosmotisch, dh. waser "fliesst" in den körper (kiemen haben grosse oberflächen und können nicht wasserdicht sein).
die osmoseregulation der süsswasserfische verläuft primär über die kiemen, da die nieren nicht leistungsfähig genug sind.

neben dem gibt es noch eine vielzahl weiterer probleme mit dem leitungswasser, beispielsweise chlor. auch der caco3 gehalt (seewasser / quellwasser) spielt eine rolle.

@ bigtrout: salze werden über die kiemen aufgenommen, dies ist nötig, da der fisch diese über den urin verliert. urinmenge ca 1/3 des körpergewichts pro tag.... bei meerfischen läuft dann die ganze geschichte rückwärts, da umgekehrtes gleichgewicht.
Schweizer Angler

Beitrag von Schweizer Angler »

noch etwas was hier vermutlic h etwas untergieng;

wer einen wildfisch hältert, und speziell hier bei dem egli, ist automatisch tierhalter. und tierhalter haben besondere vorschriften, speziell haben sie dafür zu sorgen dass es ihrem tier gut und wohl geht.
zudem benötigen sie ein offizielles ok vom kanton (wildtierhaltebewilligung). es handelt sich ier nicht um dasselbe wie beim halten von aquarienfischen, denn diese sind meist aus zucht. das egli aus dem zürichsee oder einem anderen see nicht, also ist es ein wildtier.

ist das tier krank, hat es behandelt oder wenn dies erfolglos ist, sofort getötet zu werden. ob ein fisch nun schmerzen empfinden kann oder nicht ist hier irrelevant, tatsache ist dass ein fisch leidensfähig ist, demensprechend gillt dasselbe zur verminderung von leiden.

bei wiltierhaltern gillt besonders dazu, dass sie die tiere in einem möglichst der wildnis angepassten umgebung zu halten haben. dass heisst ein 250l aquarium allein genügt nicht, der fisch muss einen strukturierten boden, wasserpflanzen (entspricht besonders dem egli), sowie allgemein rückzugsmöglichkeiten haben.

im kanton zh beispielsweise werden bei bekanntwerden solcher unzuälliger oder ungenügende fischhaltungen öfter strafen ausgesprochen. zuständig ist übrigens nicht die fischereiverwaltung, sondern der tierschutzbeauftragte des kantons (zh), sowie der kantonstierarzt.

eine wildtierhaltebewilllung beantragt man beim kanton, überprüft wird sie durch das bvet.

das mit der wildtierhaltebewilligung gilt übrigens nicht erst ab 2009, sondern schon länger, nur wissen es wenige. nur mit den köderfischen gibt es spezielle, neue weisungen gültig ab 2009. wer sich hi8erfür interessiert, fragt beim bvet oder in seinem kanton nach.

und wer jetzt wieder "rot" sieht wegen "behördenwahnsinn", "gesetzesgläubigkeit" etc., ist mir wurscht wie ihrs macht, ich zähle nur facts auf. jeder ist selbst für sein tunoder nicht-tun verantwortlich. aber manchmal ist gut zu lesen/hören was gilt.

gruss

schweizer angler
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