Sense und Barben
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Udo
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elscan
Merci für die Blumen. Hier die Antworten auf die gestellten Fragen:
Hat sich schon was bewegt, an der Rute - vor allem die ganz Grosse.
Technik/Material:
Gefischt habe ich mit einer Matchrute 4.20m und einem kleinen Zapfen von 1.2gr. Da ich ein Tippfischer bin, habe ich eine nicht zu schwache Hauptschnur von 0.25mm auf der Rolle und auch das entsprechend starke Vorfach von 0.18 oder wie an diesem Sonntag 0.20mm dabei. Ist auch nötig bei solchen U-Booten.
Mit der Fliegenrute und Sinkschnur geht's auch, hatte die aber leider nicht dabei. Solche Brocken an der Fliegenrute machen natürlich besonders viel Spass.
Kochen/verwerten:
Die zwei Grössten wurden geschuppt, ausgenommen und in Tranchen zerlegt. Dann in einem Topf zusammen mit allerlei Gemüse und Kartoffeln zu einer herrlichen Fischsuppe zerkocht (meine Frau ist die Spezialistin dafür).
Der Rest wurde filetiert und die Filets quer in schmale Streifen geschnitten - 3, 4 mm breit. Diese können gut gewürzt und im Oel fritiert werden oder landen als Fischauflauf im Backofen. Als weitere Variante kann man die Filets im Abstand von 3 oder 4 mm quer einschneiden, aber nur so tief, dass die Gräten zerschnitten/zerkleinert werden. So präpariert kann das Filet nun in grösseren Stücken oder gar ganz gebraten, gegrillt oder gedünstet werden, ohne dass man beim Essen noch gross auf die Gräten achten muss. Der Varianten der Zubereitung gibt es viele - am besten einfach einmal ausprobieren. Barben haben ein festes und geschmackvolles Fleisch. Bei der Zubereitung muss einfach auf die Temperatur geachtet werden, die bei Fisch allgemein nicht zu hoch sein darf. Gerinnt das Eiweiss des Fisches, wird der Fisch trocken - die Barbe wird dann ausserordentlich trocken.
Schonzeit:
Die Barben haben im Kanton Bern weder ein Schonmass, eine Schonzeit noch eine Fangzahlbeschränkung.
Laich:
Der Laich der Barben ist giftig und das Fleisch der Weibchen soll dieses Gift während der Laichzeit auch in kleinsten Mengen enthalten. Dies ist sicher nicht tödlich - von mir selber und meiner Frau weiss ich, dass wir überhaupt nicht darauf reagieren. Kann mir aber sehr gut vorstellen, dass eine empfindliche Person eine Reaktion darauf entwickeln könnte. Vielleicht gibt es hier im Forum einen Spezialisten, der uns mehr darüber verraten könnte.
Es war anfangs der Laichzeit und die Geschlechtsteile (Gonaden) der Barben doch schon relativ weit entwickelt. Eierstöcke der Weibchen wie auch Hoden den Männchen waren schon ganz gut sichtbar. Wie viele von diesen sieben Weibchen und welche Mänchen waren, weiss ich aber nicht mehr. Im Mai/Juni entnehme ich die Barben eigentlich nicht und wenn, dann verwerte ich sie auf jeden Fall selber.
Allgemein zur Barbe:
Erlebe sehr viele Fischer, die Barben alle wieder zurücksetzten, meist auch mit einem verächtlichen Spruch "Sch*, scho wider ä Schnoutz" begleitet.
Dabei kommen die Barben in den hiesigen Gewässern in stattlicher Anzahl vor, nicht zuletzt auch daher, dass grosse Teile der Fliessgewässer im Kanton Bern der Barbenregion zugezählt werden müssen und einige Gewässerabschnitte aufgrund des stetigen Temperaturanstieges gerade dabei sind, von der Äschenregion zur Barbenregion zu "mutieren". Als Leitfisch einer Region sind solch grosse Bestände auch nicht verwunderlich.
Da der Laich der Barbe durch seine Giftigkeit vor Laichräubern geschützt ist, kann sich die Barbe auch entsprechend stark vermehren. Im Gegensatz dazu gilt die Barbe selber als Laichräuber und vergreift sich mit zunehmendem Alter und Grösse auch an Kleinfischen. KöFi-am-System wie auch Wobblerfischer können da sicher ein Lied davon singen.
Auch diese Fischart sollte von uns massvoll bewirtschaftet werden.
Hat sich schon was bewegt, an der Rute - vor allem die ganz Grosse.
Technik/Material:
Gefischt habe ich mit einer Matchrute 4.20m und einem kleinen Zapfen von 1.2gr. Da ich ein Tippfischer bin, habe ich eine nicht zu schwache Hauptschnur von 0.25mm auf der Rolle und auch das entsprechend starke Vorfach von 0.18 oder wie an diesem Sonntag 0.20mm dabei. Ist auch nötig bei solchen U-Booten.
Mit der Fliegenrute und Sinkschnur geht's auch, hatte die aber leider nicht dabei. Solche Brocken an der Fliegenrute machen natürlich besonders viel Spass.
Kochen/verwerten:
Die zwei Grössten wurden geschuppt, ausgenommen und in Tranchen zerlegt. Dann in einem Topf zusammen mit allerlei Gemüse und Kartoffeln zu einer herrlichen Fischsuppe zerkocht (meine Frau ist die Spezialistin dafür).
Der Rest wurde filetiert und die Filets quer in schmale Streifen geschnitten - 3, 4 mm breit. Diese können gut gewürzt und im Oel fritiert werden oder landen als Fischauflauf im Backofen. Als weitere Variante kann man die Filets im Abstand von 3 oder 4 mm quer einschneiden, aber nur so tief, dass die Gräten zerschnitten/zerkleinert werden. So präpariert kann das Filet nun in grösseren Stücken oder gar ganz gebraten, gegrillt oder gedünstet werden, ohne dass man beim Essen noch gross auf die Gräten achten muss. Der Varianten der Zubereitung gibt es viele - am besten einfach einmal ausprobieren. Barben haben ein festes und geschmackvolles Fleisch. Bei der Zubereitung muss einfach auf die Temperatur geachtet werden, die bei Fisch allgemein nicht zu hoch sein darf. Gerinnt das Eiweiss des Fisches, wird der Fisch trocken - die Barbe wird dann ausserordentlich trocken.
Schonzeit:
Die Barben haben im Kanton Bern weder ein Schonmass, eine Schonzeit noch eine Fangzahlbeschränkung.
Laich:
Der Laich der Barben ist giftig und das Fleisch der Weibchen soll dieses Gift während der Laichzeit auch in kleinsten Mengen enthalten. Dies ist sicher nicht tödlich - von mir selber und meiner Frau weiss ich, dass wir überhaupt nicht darauf reagieren. Kann mir aber sehr gut vorstellen, dass eine empfindliche Person eine Reaktion darauf entwickeln könnte. Vielleicht gibt es hier im Forum einen Spezialisten, der uns mehr darüber verraten könnte.
Es war anfangs der Laichzeit und die Geschlechtsteile (Gonaden) der Barben doch schon relativ weit entwickelt. Eierstöcke der Weibchen wie auch Hoden den Männchen waren schon ganz gut sichtbar. Wie viele von diesen sieben Weibchen und welche Mänchen waren, weiss ich aber nicht mehr. Im Mai/Juni entnehme ich die Barben eigentlich nicht und wenn, dann verwerte ich sie auf jeden Fall selber.
Allgemein zur Barbe:
Erlebe sehr viele Fischer, die Barben alle wieder zurücksetzten, meist auch mit einem verächtlichen Spruch "Sch*, scho wider ä Schnoutz" begleitet.
Dabei kommen die Barben in den hiesigen Gewässern in stattlicher Anzahl vor, nicht zuletzt auch daher, dass grosse Teile der Fliessgewässer im Kanton Bern der Barbenregion zugezählt werden müssen und einige Gewässerabschnitte aufgrund des stetigen Temperaturanstieges gerade dabei sind, von der Äschenregion zur Barbenregion zu "mutieren". Als Leitfisch einer Region sind solch grosse Bestände auch nicht verwunderlich.
Da der Laich der Barbe durch seine Giftigkeit vor Laichräubern geschützt ist, kann sich die Barbe auch entsprechend stark vermehren. Im Gegensatz dazu gilt die Barbe selber als Laichräuber und vergreift sich mit zunehmendem Alter und Grösse auch an Kleinfischen. KöFi-am-System wie auch Wobblerfischer können da sicher ein Lied davon singen.
Auch diese Fischart sollte von uns massvoll bewirtschaftet werden.
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Nätu
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Jänu
Glückwunsch zur Barbenstrecke! Möchte es nächstens auch mal gezielt auf die Schnauzträger versuchen, ein Kollege war letztens glaub ich an der Sense und hat beim eigentlich Forellenfischen auch eine Barbe an den Haken bekommen.. Kannst du mir sagen, wie ich per ÖV am Besten zur Sense gelange?
@Nätu: "Kurz unterhalb des Einlaufes des Schwarzwassers" ... "kurzerhand eine dunkle Goldkopfnymphe am 20er-Vorfach montiert" Steht ja alles im Beitrag?
@Nätu: "Kurz unterhalb des Einlaufes des Schwarzwassers" ... "kurzerhand eine dunkle Goldkopfnymphe am 20er-Vorfach montiert" Steht ja alles im Beitrag?
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GsusFreaK
elscan hat geschrieben:
Allgemein zur Barbe:
Erlebe sehr viele Fischer, die Barben alle wieder zurücksetzten, meist auch mit einem verächtlichen Spruch "Sch*, scho wider ä Schnoutz" begleitet.
Also ich muss gestehen, ich setze wenn möglich JEDE Barbe zurück, auch mit einem Spruch, aber eher "Danke für den geilen Drill".
Im Sommer find ich die Barben einfach genial, wenn in der grössten Mitagshitze kein Fisch beisst, Barben gehen dann am besten (manchmal).
Kennst du noch andere gute Gewässer im Kanton Bern? Hab bisher nur in der Aare in der Stadt Thun auf sie gefischt...
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tom
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GsusFreaK
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tom
Dieses Jahr habe ich schon an der Farioeröffnung gesehen das Barben gefangen wurden. Aber ab Sommer ist meiner Meinung nach schon besser.
Auch die grösse der Fische ist schön, es hat viele Barben 50+.
Habe einmal eine 54er nach hause genommen, hatte mir aber zu viel Gräte, das Fleisch ansonten war nicht schlecht und der Drill sehr geil
Auch die grösse der Fische ist schön, es hat viele Barben 50+.
Habe einmal eine 54er nach hause genommen, hatte mir aber zu viel Gräte, das Fleisch ansonten war nicht schlecht und der Drill sehr geil
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GsusFreaK
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hechti
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dwalin
Barben
Hallo!
Glückwunsch zu den Fängen!
Ich fische im Sommer praktisch nur auf Barben im Rhein. Meistens am Morgen oder Abends. In der Nacht hab ich auch schon welche gefangen.
Letztes Jahr war nicht schlecht. Die grösste hatte 69cm. Ich setzte meistens weicher Käse auf Grund. Nahe des Ufers. Viele Leute machen den Fehler und ziehen nach ca. 1h. den Köder wieder raus. Das habe ich am Anfang auch gemacht. Mein Tipp also, den Köder liegen lassen. Auch wenn die Barbe den Köder das erste mal nicht nimmt, wenn sie wiederkommt schluckt sie ihn meistens.
Misstrauisch:
Was auch sehr wichtig ist, wenn die Rute ein paar mal ausschlägt und dann wieder normal ist, warten. Denn die Barbe kostet nur, wenn man dan den Fehler macht und den Käse rauszieht wird sie misstrauisch.
Beim zweiten mal könnt ihr euch aber meistens auf einen heftigen Biss mit Hakung einstellen.
Im Rhein bei Basel gibt es grosse Exemplare. Die Durchschnitzgrösse bei mir beträgt ca. 55-60cm.
Die grösste hatte ich letztes Jahr mit 72cm und ca. 4Kilo. Warn heftiger Drill, und die Rute riss es beim Biss fast in den Rhein.
Zum Schluss noch ein guter Tipp, meiner Meinung nach ist die beste Barbenzeit bei abnehmendem Hochwasser. Letztes Jahr ging ich am Morgen, kaum hatte ich die rute draussen Riss schon die erste Barbe. 4 Stück konnte ich in 2 Stunden landen. Am Abend nochmals 3. ^^
Ich setzte alle Barben wieder zurück, weil ich finde das die Barbe ein sehr spezieller Fisch ist. Auch zum essen. Der Aal ist ebenso ein Laichräuber und jeder weiss wieviele es im Rhein gibt. Und trotzdem haben wir ein super Fischbestand.
Gruss
Glückwunsch zu den Fängen!
Ich fische im Sommer praktisch nur auf Barben im Rhein. Meistens am Morgen oder Abends. In der Nacht hab ich auch schon welche gefangen.
Letztes Jahr war nicht schlecht. Die grösste hatte 69cm. Ich setzte meistens weicher Käse auf Grund. Nahe des Ufers. Viele Leute machen den Fehler und ziehen nach ca. 1h. den Köder wieder raus. Das habe ich am Anfang auch gemacht. Mein Tipp also, den Köder liegen lassen. Auch wenn die Barbe den Köder das erste mal nicht nimmt, wenn sie wiederkommt schluckt sie ihn meistens.
Misstrauisch:
Was auch sehr wichtig ist, wenn die Rute ein paar mal ausschlägt und dann wieder normal ist, warten. Denn die Barbe kostet nur, wenn man dan den Fehler macht und den Käse rauszieht wird sie misstrauisch.
Beim zweiten mal könnt ihr euch aber meistens auf einen heftigen Biss mit Hakung einstellen.
Im Rhein bei Basel gibt es grosse Exemplare. Die Durchschnitzgrösse bei mir beträgt ca. 55-60cm.
Die grösste hatte ich letztes Jahr mit 72cm und ca. 4Kilo. Warn heftiger Drill, und die Rute riss es beim Biss fast in den Rhein.
Zum Schluss noch ein guter Tipp, meiner Meinung nach ist die beste Barbenzeit bei abnehmendem Hochwasser. Letztes Jahr ging ich am Morgen, kaum hatte ich die rute draussen Riss schon die erste Barbe. 4 Stück konnte ich in 2 Stunden landen. Am Abend nochmals 3. ^^
Ich setzte alle Barben wieder zurück, weil ich finde das die Barbe ein sehr spezieller Fisch ist. Auch zum essen. Der Aal ist ebenso ein Laichräuber und jeder weiss wieviele es im Rhein gibt. Und trotzdem haben wir ein super Fischbestand.
Gruss