Äschenrückgang im Kt. BE

Fragen und Antworten zum Thema: Der Fisch in seiner natürlichen Umgebung Verhalten, Habitat, Nahrung und Besatzmassnahmen/Bewirtschaftung.
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Salmotti

Beitrag von Salmotti »

Stefan hat geschrieben:Scheinbar sind die Muskeln der Äschen übersäuert und dem kann man mit "Massage" entgegenwirken.
Stef, du bist nicht schlecht.. Ein richtiger Äschenmasseur unter uns. Wird da die Frau nicht neidisch :wink: ?


gmischol hat geschrieben:Und konsequenterweise müsste man die gleichen Massnahmen für die Forellen auch durchsetzen.
Nicht ganz, Forellen lassen sich halt viel besser "züchten", Nachschub kann geliefert werden. Nicht so bei den Äschen. Da kommerziell nicht von Interesse, müssen Äsche im Kanton Bern 100% aus eigenem Laichfischfang nachgezogen werden... Und für einen Teil der Restschweiz haben wir auch immer geliefert... früher...
habakuk

Beitrag von habakuk »

btw. was passiert wenn ich eine total erschöpfte äsche nicht halten kann - und streicheln? weil ich vielleicht auf einem stein stehe, sie mir im boot in der strömung aus den händen gleitet bevor sie wieder fitt ist?

besteht die möglichkeit, dass sie das trotzdem überleben?

(ich wäre sehr froh wenn dem so wäre, dann hätten die schönheiten vom 31er treffen dieses jahr nämlich überlebt!)
Stefan

Beitrag von Stefan »

Salmotti hat geschrieben:
Stef, du bist nicht schlecht.. Ein richtiger Äschenmasseur unter uns. Wird da die Frau nicht neidisch :wink: ?


Das weiss sie gar nicht, beim Äschlen bleibt sie meistens daheim. Frauen haben ja bekanntlich (fast) immer kalt.



Ich fische auch vom Boot aus. So wie beschrieben konnte ich jede Äsche "retten".
habakuk

Beitrag von habakuk »

Stefan hat geschrieben:
Salmotti hat geschrieben:
Stef, du bist nicht schlecht.. Ein richtiger Äschenmasseur unter uns. Wird da die Frau nicht neidisch :wink: ?


Das weiss sie gar nicht, beim Äschlen bleibt sie meistens daheim. Frauen haben ja bekanntlich (fast) immer kalt.



Ich fische auch vom Boot aus. So wie beschrieben konnte ich jede Äsche "retten".


..ich weiss halt einfach nicht - rein biologisch physikalisch mechanisch - ob diese die mir auf dem boot entglitten ist ein chance hatte?

für mich schaut ein "rückenschwumm" sehr ernst aus, und ich krieg desswegen ein schlechtes gewissen.
Chrigel

Beitrag von Chrigel »

Ja die Vögel, eigentlich Tiere aber doch sind sie zu vergleichen mit uns Menschen, eine Fressen nur Weissfische da störts es niemanden aber wehe es kommt mal einer an unsere schöne Aare mit den Äeschen und Co. dann heisst es wieder "Dä huere Souhund isch Tschuld dassmer kenner Fisch meh hei!" und der Fischer 20m weiter Flussabwärts behändigt gerade seine 6 Äesche und beim vorbei gehen gratuliert man ihm zum schönen Fang...

Fakt. ist dort wo diese Vögel in Schwärmen vorkommen sind sie sicher des Fleischfischern ebenwürdig oder sogar meisten noch schlimmer, aber dort wo sie vielleicht zu 3 an einer ganzen Aarestrecken sich ernähren kommen sie nie und niemals an den Schaden heran der Fleischfischern.

Also mir käme es nie in den Sinn einem einzigen Gänsesäger nen Stein anzuwerfen nur weil er meinen Weg an meinem lieblings Gewässer kreuzt:

Bild



PS: Aber in Region Bern und so verstehe ich den Hass auf die Vögel, also bitte nicht falsch verstehen :wink:
Salmotti

Beitrag von Salmotti »

Im Grossen und Ganzen würde ich sagen: Ja, die überlebt's. Kommt natürlich auch auf die Strömung an, ruhig oder wild, tief oder flach. Aber der Vorgang von Äschenmasseur Stefan ist unbedingt zu empfehlen, ein ausgelaugter Fisch eine Zeit lang im Wasser zu begleiten/zu halten. Ob man(n) ihn dazu noch streichelt oder massiert, ist jedem selber überlassen.

Haba, ich hoffe du weisst, ich greife hier nie jemanden persönlich an, es soll von dir nicht als Vorwurf verstanden werden. Es war nur eine Erklärung, wieso ich's mir nicht vorstellen kann, dass von mir releaste Äsche nicht überleben...
Stefan

Beitrag von Stefan »

habakuk hat geschrieben: ..ich weiss halt einfach nicht - rein biologisch physikalisch mechanisch - ob diese die mir auf dem boot entglitten ist ein chance hatte?

für mich schaut ein "rückenschwumm" sehr ernst aus, und ich krieg desswegen ein schlechtes gewissen.


Eine Chance hatte sie bestimmt noch, wenn nicht gerade ein fischfressender Vogel zugeschaut hat. Sonst wäre sie zur leichten Beute geworden :oops:
Salmotti

Beitrag von Salmotti »

Chrigel hat geschrieben:Aber in Region Bern und so verstehe ich den Hass auf die Vögel, also bitte nicht falsch verstehen :wink:
Ihr müsst nämlich wissen: im Oberland haben wir gar nicht so ein Vogelproblem.. Noch nicht? OK, in der Weissenau hat's schon ein paar fliegende Fischfresser, dort ist das Problem aber auch die geringe Restwassermenge, die Jungäsche sind grösstenteils mangels Versteckmöglichkeiten ausgeliefert...
habakuk

Beitrag von habakuk »

danke salmotti - ihr versteht bestimmt auch meine emotionen....



ich bin sehr froh, wenn du mir sagst, dass die (wenigen) äsche die sich

bei mir auf dem rücken verabschiedet haben ein chance hatten.

meistens gings ja auch tiptop - die streicheltechnik kenn ich nämlich auch,

und mich freuts riesig wenn sich ein fisch mit einem kraftvollen schlag aus

meiner hand befreit!
Forelle

Beitrag von Forelle »

Hallo zusammen



Falls dieses Gesetz mit dem Fangverbot tatsächlich eintrifft, so wird es leider weitere Probleme mit anderen Fischarten mit sich führen.



Die sogenannten "Fleischfischer" werden beispielsweise auf Hechtfischerei umstellen. Ich kann mir vorstellen, dass an der Aare, wie beispielsweise im 225 oder 228 die Hechte allesamt rausgezogen werden.

Die Fischer, welche dann am 1.Mai (Hechteroffnung im Kanton Bern) einen stattlichen Hecht aus der Aare hieven möchten, haben den Zonk gezogen.....



Noch etwas zur Äschenfischerei:

Ich finde, man sollte die Tageslimite auf 2 und die Jahreasfangzahl auf 30 Stück begrenzen.



Aber eben, mit jeder Äschenfangbeschränkung werden andere Fische, welche in der Äschenzeit keine Schonzeiten haben, verstärkt befischt! So wird es halt dann kommen, dass man an guten Egligewässern anstelle von 5 Fischern halt dann 15 haben wird.
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Rolf
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Beitrag von Rolf »

Hallo Freunde,



nachdem ich nun diesen Thread aufmerksam gelesen haben und es im Kt. Bern wirklich ein ernst zu nehmendes Problem mit dem Aeschenbestand gibt, werde ich für mich die Konsequenzen daraus ziehen.



Diese müssen klar heisen Pro Fisch und aus diesem Grund werde ich persönlich die Aeschen im Kt Bern, ab sofort, nicht mehr befischen :!:



Ich brauche dafür keine Gesetze, wenn mich Freunde wie Salmotti darauf aufmerksam machen, ist das für mich Grund genung zu handeln.



Danke Otti, für deine wie immer super Inputs, im Namen der Fische :up:
Gruss Rolf

Rettet die Würmer, fischt mit der Nymphe!
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gmischol
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Beitrag von gmischol »

Salmotti hat geschrieben:
Stefan hat geschrieben:Scheinbar sind die Muskeln der Äschen übersäuert und dem kann man mit "Massage" entgegenwirken.
Stef, du bist nicht schlecht.. Ein richtiger Äschenmasseur unter uns. Wird da die Frau nicht neidisch :wink: ?


gmischol hat geschrieben:Und konsequenterweise müsste man die gleichen Massnahmen für die Forellen auch durchsetzen.
Nicht ganz, Forellen lassen sich halt viel besser "züchten", Nachschub kann geliefert werden. Nicht so bei den Äschen. Da kommerziell nicht von Interesse, müssen Äsche im Kanton Bern 100% aus eigenem Laichfischfang nachgezogen werden... Und für einen Teil der Restschweiz haben wir auch immer geliefert... früher...


Da gebe ich dir sicher recht, aber das ganze ist damit nicht anderes als Symptombekämpfung. Unsere Gewässer sind ja zu fast 100% zu nichts anderem als Wasserableitungskanälen verkommen, deren Wasserstand im Uebermass geregelt ist. Einer der grössten Gründe meiner Meinung nach für den beobachteten Fischrückgang (nicht nur der Aeschen) liegt an der Struktur unserer Gewässer. Gerade in der Aare gibt ja praktisch keine Zonen mehr in der gerade die Aeschenlarven überleben können. Bei jedem noch so kleinen Hochwasser haben sie keine Chance. Und die in der letzten Zeit beobachteten Hochwasser sind meiner Meinung nach auch eine Folge der kompletten Verbauung der Gewässer. Gerade wenn man das Oberland und den Thunersee anschaut, so sind viele Gewässer nichts anderes mehr als "Wasserrutschen", die dazu führen, dass der Thunersee innert kürzester Zeit randvoll ist und das Wasser dann möglichst schnell die Aare heruntergelassen werden muss. Kein Gewässer hier hat mehr Auenwälder, die diesen Namen verdienen und die als Ueberschwemmungsgebiete Hochwässer zum grossen Teil schlucken könnten. Zudem wären diese Bereiche auch sehr wichtige Kinderstuben für die Jungfische und würden auch Versteckmöglichkeiten vor den Vögeln bieten. Heute aber sind die Fische in den "Kanälen" wie auf dem Präsentierteller und für Gänsesäger und Co ein gedeckter Tisch. Ein gesundes Gewässer mit guter Struktur mag auch viele fischfressende Vögel verkraften.

Aus all diesen Ueberlegungen hoffe ich, dass in den folgenden drei Jahren und auch später etwas unternommen wird, damit die Aeschen (wie natürlich auch die anderen Fische) wieder bessere Bedingungen in unseren Gewässern vorfinden werden, ansonsten wird die Aesche über längere Sicht kaum überleben können und das Fangverbot für die nächsten drei Jahre ist nur ein Tropfen auf den heissen Stein.



All diese Gedanken sind mir letzte Nacht durch den Kopf gegangen, nachdem ich die Meldung von Salmotti gelesen habe.
Jeder Mann braucht etwas Verrücktheit oder er wagt es nie, das Seil zu durchtrennen und frei zu sein. Alexis Sorbas
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Loup
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Beitrag von Loup »

Ein heisses Thema in der kühlen Jahreszeit. Die Aare ist finde ich immer noch ein gutes Aeschengewässer.

Für mich ist ganz klar, dass eine Beschränkung der Anzahl gefangener Aeschen pro Saison auf eine vernünftige Zahl der richtige Weg ist. Wenn diese Fische dann frisch gebraten auf den Teller kommen und nicht in der Gefriertruhe vergammeln finde ich das besser als CundR.

Wenn das Limit erreicht wäre ,dann aber ist für mich Händ(Angel) weg von den Aeschen angesagt. Ob das nun 5 oder 10 oder 20 Aeschen pro Jahr sind ist mir egal, ich könnte mit jeder dieser Fangzahlbeschränkungen gut leben. Besser als mit einem totalen Verbot.
Pädu

Beitrag von Pädu »

@ an alle



ich bin auch voll für diese schutzmasnahme ich befürchte einfach, wenn



diese regelung inkraft tritt, dass 2010 so viel auf die äsche gefischt wird,



das wir dann wieder so weit sind wie heute. :cry:(hoffe ich natürlich nicht)





ich hoffe auch das diese paar fischer (die 200-300stück pro jahr)(50 geht



ja noch aber 200 oder300 :evil: :evil: :evil: :x ) sich diese regelung auch ein wenig zu herzen



nehmen. vielleicht merken sie jetzt das sie einen grossen teil zu dieser



regelung beigetragen haben. :!: :!:
Zuletzt geändert von Pädu am Di 13. Nov 2007, 13:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Rolf »

Loup hat geschrieben:Ob das nun 5 oder 10 oder 20 Aeschen pro Jahr sind ist mir egal, ich könnte mit jeder dieser Fangzahlbeschränkungen gut leben. Besser als mit einem totalen Verbot.




vielen Dank mein Freund :!:





dieses Posting rettet mein Tag 8)
Gruss Rolf

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