heute Morgen war es soweit. Um 10 Uhr hatten sich Mauro und ich an der Aare verabredet, um die letzten Tage der Bacheforellensaison 2007 gemeinsam an der Aare, zwischen Olten und Aarau, ausklingen zu lassen. Das Wetter war windig und zeitweise regnete es ein wenig, am Himmel zogen getrieben von der Höhenluft immer wieder Wolken vorüber und machten es der Sonne nicht einfach ihre Strahlen hinunter auf das Wasser zu schicken. Dies sollte uns aber keineswegs hindern unserem geliebten Hobby zu frönen und so entschlossen wir uns, die Strecke von der Kippbrücke hinunter, am Lindenacher vorbei, bis zur Schwelliplatte nach den Rotgetupften abzusuchen.

Das klare Wasser machte, uns was die Köderwahl betrifft, die Geschichte auch nicht einfacher, den auch der Wasserstand war auf die Restwassermenge zurück geschrumpft. Während sich Mauro auf den 6 gr. Brauen Spinner in der Farbe Silber/Rot von Stucki verliess, montierte ich als bekennender LC Fan, den Humpback Minnow 50, in der Farbe Pearl White, der mir schon viele schöne Erfolge brachte.
Kaum waren unsere Köder im Wasser, konnten Mauro und ich auch schon unsere ersten Bafos drillen. Da wir unser persönliches Limit zum Saisonabschluss auf 35 cm + gesetzt hatten, durften alle Fische darunter wieder schwimmen. Bis zum Mittag hatte wir beide zusammen 5 Fische gefangen, doch eine 35 cm + war nicht dabei. Wir entschieden uns an geeigneter Stelle für eine kurze Rast und philosophierten darüber, wo wohl die „Grossen“ sich heute versteckt hielten.

Nachdem für das leibliche Wohl gesorgt und der Lagerplatz aufgeräumt war, konnte es weitergehen, immer das Ziel vor Augen, dem Saisonabschluss noch die Krone mit einer schönen Fario aufzusetzen. Mauro entschied sich für mehr Risiko und montierte den 12 gr. Brauen, in der Farbe Silber/Blau, seine Meinung zielte dahin, dass sich die „Grossen“ in Grundnähe aufhielten und er deshalb den Köder auch dorthin bringen müsse. Vormachen kann man dem Mauro schlecht was, schon gar nicht wenn es um die Bafos geht. Seine über 30 jährige Erfahrung hat ihn noch selten im Stich gelassen und auch Heute sollte er ein weiteres Mal Recht behalten. Nach wenigen Würfen, mit gelegentlichen Bodenkontakten, zeigte die stark durchgebogene Rute, dass sich am anderen Ende ein stärkerer Gegner wehrte. Die wohlgenährte 47zigerin hatte den Drilling voll inhaliert und selbst mit den schönsten Sprüngen schaffte sie es nicht, sich davon zu befreien. Petri Mauro, dieser Fisch darf sich sehen lassen!

Mittlerweile frischte der Wind stärker auf und der Humpback Minnow flog überall hin, nur nicht dorthin, wo ich ihn gerne hätte. Mauros Worte und sein Erfolg in Grundnähe wollten mir nicht mehr aus dem Sinn, kurz um, ich entschloss mich die restliche Strecke mit dem LC Bevyshad 75 SP, Aurora Black abzufischen. Nach zig Würfen, ich hatte schon den Verdacht heute soll es einfach nicht sein, spürte ich ein feines anklopfen, doch das war für das Erste schon alles. Da ich nun einen begründeten Verdacht hatte, entschloss ich mich die Stelle auf das intensivste abzufischen, irgendwo, musste der Fisch doch stehen. Die Würfe habe ich nicht gezählt und langer Rede kurzer Sinn, als der Biss kam, war ich zwar nicht sonderlich überrascht, aber umso mehr erfreut! Das Adrenalin pumpte durch den Körper und das Gefühl bei landen der herrlich gezeichneten 42iger Bafo war unbeschreiblich. Freude herrscht!

Viel zu schnell geht ein jeder Fischtag am Wasser vorüber und auch wir machten uns auf den Nachhauseweg. Noch schnell ein paar Bilder geschossen, den Fisch für das Abendessen vorbereitet und während derselbe in der Pfanne brutzelte noch schnell den Bericht getippt, damit ihr, die nicht ans Wasser kamen (nurmalanuwegedacht), als evt. kleiner Trost, eine Geschichte von zwei Freunden am Fischwasser zu lesen habt und euch daran erfreuen könnt, in diesem Sinne!
PS: Teil 2 folgt evt. Morgen
