Rolandus hat geschrieben:Aber sagen wir mal, zumindest würde zu einem bestimmten Teil die Insektennahrung eine Ergänzung darstellen oder sogar den Bedarf an Fischmehl senken können.
als ergänzung als futterbestandteil zwar möglich (z.b. als eine der fettquellen). aber in wirtschaftlicher form nicht zu einem nutzbaren fischfuttermittelbestandteil umwandelbar.
wie gesagt, obwohl gewisse fischarten sich in der natur teilweise oder in einigen fällen sogar gänzlich von insekten bzw deren larven ernähren, heisst das noch lange nicht, das insektenlarven zu fischfutter(bestandteilen) verarbeitet werden können...
Rolandus hat geschrieben:Letzteres könnte man ja auch produzieren, indem man schnell wachsende Weissfische züchtet (z.B. mit Insekten), diese dann zu Fischmehr verarbeitet.
Keine langen Transportwege, kein Ausfischen der Meere.
verstehe ich das richtig? du willst eine gewaltige menge fischfutter(in deiner schilderung aus tierisches leben) produzieren und verwenden, um damit fische zur fischfutterproduktion zu züchten, was neben den futtermitteln noch einiges an anderen ressourcen benötigt (land, wasser energie, infrastruktur ect.) nur um am ende einige forellen zu züchten? du propagierst doch so eigentlich den selben irrwitz der heute allgemein bei der tierfutterproduktion herrscht. nämlich, dass rohstoff im grossen ausmass vernichtet wird, welcher menschen durchaus ernähren könnte, nur um damit etwas zu erzeugen, das dem menschen in den wohlstandsstaaten besser schmeckt.
auch wenn ich deine argumentation mit dem ausfischen der weltmeere durchaus verstehe und unterstütze, und das als eines der grössten probleme sehe welches die stark wachsende aquakultur mit sich bringt, denke ich halt, dass erst die ressourcen knapp werden müssen bis der mensch erkennt, das fischzucht in der heutigen industriellen form für die zukunft nicht geeignet ist...
Rolandus hat geschrieben:Ich habe mal gehört, dass es sich auch für einen für schweizerische Verhältnisse relativ grossen Betrieb wir die Blausee-Zucht nicht lohnt, einen Ofen zu betreiben, wo Fischabfälle zu Mehr verarbeitet werden können.
dies aus folgendem grund. man kann schlachtabfälle aus der aquakultur oder der berufsfischerei mit einer spetziellen maschine bedampfen (sterilisiert) und dann trocknen so bekommt man ein produkt, welches als teilbestandteil von fischfutter verwendet werden könnte. aber um vollwertiges fischfutter zu erzeugen braucht es halt mehr als nur schlachtabfälle und so haben auf diese weise weiterverarbeitete schlachtabfälle mit industriellem fischfutter noch nicht viel gemeinsam und das produkt taugt in dieser form allerhöchstens als pflanzendünger (was übrigens heute in der schweiz noch immer der einzig legale verwendungszweck dieses granulates ist!)
man muss im zusammenhang mit fischfutter halt wissen, aus welchen zahlreichen bestandteilen fischfutter zusammengesetzt ist, wie dieses industrieprodukt hergestellt wird, und welche eigenschaften und anforderungen es letztlich zu erfüllen hat
