...die naturverlaichung scheint auch im kanton zh an vielen orten noch recht gut zu funktionieren! sehr interessant:
http://www.aln.zh.ch/internet/baudirekt ... ssern.html
Bachforellen-Naturverlaichung 2012 im Kanton Zürich
- thymallus
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Bachforellen-Naturverlaichung 2012 im Kanton Zürich
God made one third of the earth land and two thirds water which clearly shows that he intended man to spend one third of his time plowing an two thirds fishing!
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Re: Bachforellen-Naturverlaichung 2012 im Kanton Zürich
für all jene, die sich nicht durch den ganzen sehr ausführlichen und fast überlangen bericht lesen wollen habe ich hier die berichts-zusammenfassung reinkopiert:
"Seit Ende der 1980er Jahre gehen die Forellenfänge in den schweizerischen und zürcherischen
Fliessgewässern trotz regelmässiger und teils intensiver Besatzmassnahmen zurück. Dies obwohl
seither deutlich verbesserte Lebensraumbedingungen (insbesondere Verbesserungen von Wasserqualität
und Gewässerstruktur) vorherrschen. Die Fischerei- und Jagdverwaltung des Kantons
Zürich (FJV) nahm die nationale Messkampagne zur Untersuchung der Oberflächengewässer-
Qualität (NAWA) des Bundes als Anlass für eine grossflächige Erfolgskontrolle der Forellen-
Naturverlaichung, um Anhaltspunkte für ein effizienteres Forellen-Management zu erhalten. Im
Rahmen dieser Untersuchung wurden mehrere Einzugsgebiete zürcherischer Gewässer im Jahr
2012 nicht mit Forellen besetzt. Im Sommer/Herbst 2012 wurden in diesen nicht besetzten Gewässersystemen
punktuelle Fischbestandeserhebungen durchgeführt. Es wurden insgesamt 149
Streckenabschnitte elektrisch befischt und analysiert.
An den meisten Stellen (126) konnten Forellen-Sömmerlinge nachgewiesen werden, jedoch in
sehr unterschiedlichen Dichten von einem Dutzend bis zu sagenhaften 46‘000 Sömmerlingen pro
Hektare. Ein regionales Muster über gute und wenig funktionierende Naturverlaichung der verschiedenen
Gewässer liess sich nicht erkennen. Hohe und tiefe Sömmerlingsdichten zeigten sich
über den gesamten Kanton verstreut. Einzig die linksseitigen Mönchaltorferaa-Zuflüsse sowie die
Jonazuflüsse wiesen gehäuft hohe Sömmerlingsdichten auf.
Ein klares Muster präsentierte sich jedoch bezüglich der Gewässergrösse: Hohe Dichten wurden
durchwegs in kleinen, schmalen Bächen gefunden; mit der Zunahme der Gewässersohlenbreite
verringert sich die vorgefundene Sömmerlingsdichte. Dies impliziert einmal mehr die Wichtigkeit
der Anbindung von Seitenbächen mit ihren Hauptgewässern sowie die Beseitigung von Wanderhindernissen.
Die Kampagne des Jahres 2012 stellt nur eine Momentaufnahme dar. Gleichwohl lassen sich
wertvolle Schlüsse aus den Resultaten ziehen: Wo hohe Sömmerlingsdichten gefunden wurden,
kann von einem guten Reproduktionspotenzial ausgegangen werden. An Stellen mit geringen
Sömmerlingsdichten hingegen ist unklar, ob die Resultate das Produkt von Ausnahmeereignissen
sind (z.B. starke Winterhochwasser wie jenes am 22./23. Dezember 2011) oder aber ein generelles
Reproduktionsdefizit vorliegt. Ein siebenjähriges, andauerndes Langzeitmonitoring im Gewässersystem
des Dorfbachs Langnau zeigt, dass negative Einzel-/Ausnahmeereignisse in Gewässern mit
intaktem Naturverlaichungspotenzial in Folgejahren rasch aufgefangen werden können.
Die vorliegenden Resultate werden im Verlaufe des Jahres 2013 eingehend analysiert. Sie bilden
wichtige Grundlagen für die künftige Bewirtschaftungsplanung. Nach Bedarf werden für einzelne
Gewässer Zusatzuntersuchungen festgelegt."
"Seit Ende der 1980er Jahre gehen die Forellenfänge in den schweizerischen und zürcherischen
Fliessgewässern trotz regelmässiger und teils intensiver Besatzmassnahmen zurück. Dies obwohl
seither deutlich verbesserte Lebensraumbedingungen (insbesondere Verbesserungen von Wasserqualität
und Gewässerstruktur) vorherrschen. Die Fischerei- und Jagdverwaltung des Kantons
Zürich (FJV) nahm die nationale Messkampagne zur Untersuchung der Oberflächengewässer-
Qualität (NAWA) des Bundes als Anlass für eine grossflächige Erfolgskontrolle der Forellen-
Naturverlaichung, um Anhaltspunkte für ein effizienteres Forellen-Management zu erhalten. Im
Rahmen dieser Untersuchung wurden mehrere Einzugsgebiete zürcherischer Gewässer im Jahr
2012 nicht mit Forellen besetzt. Im Sommer/Herbst 2012 wurden in diesen nicht besetzten Gewässersystemen
punktuelle Fischbestandeserhebungen durchgeführt. Es wurden insgesamt 149
Streckenabschnitte elektrisch befischt und analysiert.
An den meisten Stellen (126) konnten Forellen-Sömmerlinge nachgewiesen werden, jedoch in
sehr unterschiedlichen Dichten von einem Dutzend bis zu sagenhaften 46‘000 Sömmerlingen pro
Hektare. Ein regionales Muster über gute und wenig funktionierende Naturverlaichung der verschiedenen
Gewässer liess sich nicht erkennen. Hohe und tiefe Sömmerlingsdichten zeigten sich
über den gesamten Kanton verstreut. Einzig die linksseitigen Mönchaltorferaa-Zuflüsse sowie die
Jonazuflüsse wiesen gehäuft hohe Sömmerlingsdichten auf.
Ein klares Muster präsentierte sich jedoch bezüglich der Gewässergrösse: Hohe Dichten wurden
durchwegs in kleinen, schmalen Bächen gefunden; mit der Zunahme der Gewässersohlenbreite
verringert sich die vorgefundene Sömmerlingsdichte. Dies impliziert einmal mehr die Wichtigkeit
der Anbindung von Seitenbächen mit ihren Hauptgewässern sowie die Beseitigung von Wanderhindernissen.
Die Kampagne des Jahres 2012 stellt nur eine Momentaufnahme dar. Gleichwohl lassen sich
wertvolle Schlüsse aus den Resultaten ziehen: Wo hohe Sömmerlingsdichten gefunden wurden,
kann von einem guten Reproduktionspotenzial ausgegangen werden. An Stellen mit geringen
Sömmerlingsdichten hingegen ist unklar, ob die Resultate das Produkt von Ausnahmeereignissen
sind (z.B. starke Winterhochwasser wie jenes am 22./23. Dezember 2011) oder aber ein generelles
Reproduktionsdefizit vorliegt. Ein siebenjähriges, andauerndes Langzeitmonitoring im Gewässersystem
des Dorfbachs Langnau zeigt, dass negative Einzel-/Ausnahmeereignisse in Gewässern mit
intaktem Naturverlaichungspotenzial in Folgejahren rasch aufgefangen werden können.
Die vorliegenden Resultate werden im Verlaufe des Jahres 2013 eingehend analysiert. Sie bilden
wichtige Grundlagen für die künftige Bewirtschaftungsplanung. Nach Bedarf werden für einzelne
Gewässer Zusatzuntersuchungen festgelegt."
God made one third of the earth land and two thirds water which clearly shows that he intended man to spend one third of his time plowing an two thirds fishing!
- daenu
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Re: Bachforellen-Naturverlaichung 2012 im Kanton Zürich
Danke für die Zusammenfassung...hab mir den ganzen text mal für ne ruhige stunde beiseite gelegt
finds interessant wie gut sich einige kleinstbäche zur naturverlaichung eignen und was da möglich sein könnte.
wir sollten uns VIEl MEHR für die erschaffung von geeigneten laichgründen einsetzen.
hab da vor einiger zeit mal ein video aus nordamerika entdeckt welches eine interessante möglichkeit zeigt, wo
forellen ungestört das laichgeschäft erledigen könne und die brut relativ gut geschüzt ist.
http://www.youtube.com/watch?v=HM1VzEsm8GE
sogenannte man made spawning channels wären m.e. relativ kostengünstig, paralell zu einigen fliessgewässern zu erstellen.
könnte mir auch vorstellen das bei zunehmender sohlenbreite auch der zugang für die gefiederten einfacher wird und dadurch auch der brutfisch anteil
abnimmt.
frohe ostern..
dänu
finds interessant wie gut sich einige kleinstbäche zur naturverlaichung eignen und was da möglich sein könnte.
wir sollten uns VIEl MEHR für die erschaffung von geeigneten laichgründen einsetzen.
hab da vor einiger zeit mal ein video aus nordamerika entdeckt welches eine interessante möglichkeit zeigt, wo
forellen ungestört das laichgeschäft erledigen könne und die brut relativ gut geschüzt ist.
http://www.youtube.com/watch?v=HM1VzEsm8GE
sogenannte man made spawning channels wären m.e. relativ kostengünstig, paralell zu einigen fliessgewässern zu erstellen.
könnte mir auch vorstellen das bei zunehmender sohlenbreite auch der zugang für die gefiederten einfacher wird und dadurch auch der brutfisch anteil
abnimmt.
frohe ostern..
dänu
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Re: Bachforellen-Naturverlaichung 2012 im Kanton Zürich
danke für den interessanten link zu diesen künstlichen laichkanälen - eine sehr spannende sache! und nachahmenswert für gewässer mit defiziten an laichplätzen, scheint mir. habe mir noch mehr videos des autoren dazu angesehen.daenu hat geschrieben:hab da vor einiger zeit mal ein video aus nordamerika entdeckt welches eine interessante möglichkeit zeigt, wo
forellen ungestört das laichgeschäft erledigen könne und die brut relativ gut geschüzt ist.
http://www.youtube.com/watch?v=HM1VzEsm8GE
God made one third of the earth land and two thirds water which clearly shows that he intended man to spend one third of his time plowing an two thirds fishing!