Wir Fischer konnten letzthin bekanntlich einen grossen Erfolg verbuchen. Nach unserer Volksinitiative "Lebendiges Wasser", begegenete uns das Parlament mit der Revision des Gewässerschutzgesetzes. Faktisch bedeutet dies, dass in den nächsten Jahrzehnten fast sämtliche kanalisierten, begradigten und eingedolten Fliessgewässer revitalisiert werden sollten. Jährlich stünden dafür rund 60 Millionen Sfr. zur Verfügung.
Aber der Erfolg ist noch nicht am Trockenen! Nun gibt es Widerstand von Seiten der Bauern gegen die geplanten Vorhaben. Da der Schutz der Gewässer teilweise auf Kosten von landwirtschaftlicher Fläche geht, sind die Bauern nicht bereit, diese Erneuerung der Gewässerschutzverordnung (muss noch BR verabschiedet werden) so hinzunehmen. Die Bauern würden dadurch nicht nur Land verlieren, sondern dürften in diesen Zonen nur extensiv (ohne Düngung und Pflanzenschutzmittel) bewirtschaften, würden aber jährlich mit 20 Millionen Sfr. zusätzlich subventioniert. Trotzdem wehren sie sich nun und wollen das nicht akzeptieren, sie sehen grosse Verluste und fühlen sich in ihrer bäuerlichen Tätigkeiten dadurch eingeschränkt. Ausserdem fürchten sie, dass die Sicherung von genügend Fruchtfolgeflächen, die für die sichere Ernährung des Landes wichtig sind, in Gefahr sei.
Nun müssen also noch einige Verhandlungen geführt werden und es besteht die Gefahr, dass der Fischwelt und uns von Bauernseiten noch einige Steine in den Weg gelegt werden. Schon oft habe ich gerade von Bauernseite abschätzige Voten gegnüber uns Fischern gehört. Schade, dass auch heute noch nicht von allen Leuten die Wasserwelt so geschätzt und als so wertvoll angeschaut wird...
Gruss
helix

