Bielersee Egli?

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Twisterboy94

Re: Bielersee Egli?

Beitrag von Twisterboy94 »

Warum fischt dann dort sicher mehr als die Hälfte ohne Patent, werden 20er Trouts abgeschlagen und ans Ufer geschmissen, verrecken zig Eglis zwischen Steinen oder durch sonstige "Behandlungen" von gewissen Fischern? All das und noch viel mehr geht dort tagtäglich aufs Neue ab...

Auch ich fische ab und zu dort, früher auch noch im Sommer zu den Stosszeiten usw., wurde einmal kontrolliert von der Seepolizei die mich dabei auch noch beleidigten (und hatte damals noch nicht mal tiefhängende Hosen an). Nach kurzer Prozedur zischten die Typen wieder ab ohne auch nur den Typ neben mir mit dem Plastiksack voller lebender Weissfischen oder einen der anderen 20 Typen mit Rute in der Hand zu kontrollieren.

Seither warte ich vergleblich auf ne weitere Kontrolle...

Hab nur mal gehört, dass ein Aufseher während einem Kontrollgang von paar Schleusenausbeutern zusammengeschlagen wurde weil sie kein Patent hatten und seit da werde fast nicht mehr kontrolliert...
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helix
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Re: Bielersee Egli?

Beitrag von helix »

Twisterboy94 hat geschrieben:Warum fischt dann dort sicher mehr als die Hälfte ohne Patent, werden 20er Trouts abgeschlagen und ans Ufer geschmissen, verrecken zig Eglis zwischen Steinen oder durch sonstige "Behandlungen" von gewissen Fischern? All das und noch viel mehr geht dort tagtäglich aufs Neue ab...
Unglaublich, dass es das heutzutage noch gibt! Die beschriebene Szenerie erinnert mich stark an einen anderen Ort, wo es auch fast so zu und her ging. Streitereien um den besten Platz, Müll liegen lassen, tägliches Entnehemn von zig Äschen und Felchen, die man gar nicht selber verwerten kann in diesen Mengen, Tierschutzwidrige Szenen noch und nöcher, gegenseitiges Alarmieren und Aufhetzen der Aufseher etc.

Ab diesem Jahr ist an der beschriebenen Stelle ein Schongebiet. Fertig gefischt. Auch die fair Fischenden und die Jungfischer, die da wenigstens noch ab und zu einen Fisch fingen, wurden damit bestraft. :evil:

Hoffentlich kommt es bei euch nicht soweit (oder wäre es letztlich sogar wünschenswert?), aber die Behörden sind nicht blöd und bekommen solche Szenerien auch mit. Es würde mich jedenfalls nicht erstaunen, sollte es nicht bessern, wenn irgendeinmal auch an diesem Ort etliche blaue Schilder mit der Aufschrift "Fischereischongebiet" angebracht würden.
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Gruess helix
astacus

Re: Bielersee Egli?

Beitrag von astacus »

dies ist ja nicht das erste mal, dass hier im FF über solche katastrophalen zustände an schweizer gewässern berichtet (siehe z.b. auch frühere diskussionen über den broye-kanal).

mir kommt dazu aber im prinzip immer nur eines in den sinn: hätten wir doch jetzt nur tieranwälte! aufgabe derer wäre es ja gewesen, den behörden (in diesem fall der kantonalen fischereiaufsicht) auf die finger zu schauen und druck zu machen, damit sie ihren aufgaben bei der sicherstellung des tierschutzes auch wirklich nachkommen. sie hätten also genau das gemacht, worüber wir jetzt hier lamentieren, dass es eben aus irgendeinem unerfindlichen grund nicht gemacht werde... :roll:

insofern sollten wir fischer uns schon auch etwas selbst an der nase nehmen, da (nicht nur, aber auch) wegen uns sich an dieser situation nicht so schnell was ändern wird. und genau dies wird langfristig auch wieder auf uns zurückfallen, weil es genau solche situationen sind, mit denen eine breite öffentlichkeit die fischerei in verbindung bringen wird.
Schweizer Angler

Re: Bielersee Egli?

Beitrag von Schweizer Angler »

nun, der druck auf die vollzugsorgane (zu jenen gehört auch die fi-aufsicht) etwas gegen lasche kontrollen zu tun kommt schon. die stiftung für das tier im recht betreibt eine datenbank mit allen gerichtsurteilen zum thema tierschutz, dann noch nach fall sortiert, inkl. details (ausser wer beschuldigt wurde = datenschutz).

in einer persönlichen info habe ich erfahren (also nichts offizielles und bestätigtes), dass derzeit im kt. be im seeland die meisten anzeigen im vergleich zu anderen be-regionen wegen tierschutzverletzungen in der fischerei erfolgt sind (z.b. fehlender kiemenschnitt, genick gebrochen statt kopfschlag als betäubung , fische lebend im plastiksack verstaut, etc.)- keine kontrollen gibts also nicht, aber sicher nicht viele.
die stiftung wird bei der nächsten statistik-veröffentlichung 2011 sicher etwas zum thema drin haben (für die gesamte ch, nicht nur BE). wenn man dann sieht dass ein kanton gar keine anzeigen hat, fällt dies schon als eher als unmöglich und als eher lasche kontrollen (oder gar keine) auf. das kommt dann in der presse, wie. z.b. bei tierschutzfällen in der landwirtschaft, wo letztes jahr einige urkantone nicht so toll abgeschnitten haben - zumal diese recht viele bauern haben.

aber sicher könnten es mehr sein......
aber - die fi-aufseher haben heute immer mehr andere jobs ald kontrollieren (ist für einmal sogar ein nicht schlechter artikel dau im aktuellen ph), also wird den freiwilligen aufsehern überlassen. die einen davon nehmen den job ernst, andere vielleicht weniger. im kt, be werden sie zudem aus vereinen rekrutiert und kontrollieren meist nur an ihren gewässern, was z.b. bei der lebensmittelkontrolle nicht möglich ist, das das für einige einen beigeschmack nach potentiellem filz hat (" du kari der garagenbesitzer aus dem verein, ich drück mal ein öuglein zu, dafür bekomme ich 10% beim autokauf - muss nicht so sein, aber eben, der beigeschmack ist da).

und wir fischer schreinn nach mehr kontrollen, aber wenn ener dann mal z.b. schwarzfischer anzeigt, wird er von denselben "forderern" gleich wieder heruntergemacht.

gruss

sa
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