am schalter der stockhorn-bahn wird mit dem patentbezug ein fyler vom bafu&bvet betreffend wie man mit einem fisch umgehen soll abgegeben (
http://www.bafu.admin.ch/publikationen/ ... CVZ,s-.pdf). der informationspflicht kommt die betreiberin der seen also soweit nach, ob dies für die praxis aber reicht ist gemessen an den beispielen ja fragwürdig, siehe auch
http://www.fair-fish.ch/files/pdf/wisse ... 070212.pdf
eigentlich müsste die betreiberin aber nicht nur informieren, sondern auch kontrollieren, denn als private betreiberin eines kommerziellen angelbetriebs (so werden technisch auch fischzuchten die die fischerei an ihren teichen erlauben bezeichnet), obliegt die fischereiaufsicht in erster linie ihr selbst. selbst kontrollieren heisst aber auch am see instruktoren anwesend sein lassen, die die angler aufklären/und zeigen wie man einen fisch richtig tötet etc.
anders wäre es ,wenn die betreiber den fischern den besitz einen sana vorschreiben würde um an ihrem see angeln zu lassen, aber es kann dort derzeit jeder (und legal)eine angelkarte lösen, spielt keine rolle ob er zuvor jemals geangelt hat oder nicht.
die pflicht zur instuktion der angler obliegt auch obgenannte fischzuchten. es hat schon einige solcher zuchten mit angelbetrieb gegeben, die wegen vernachlässigung ihrer pflichten angezeigt oder von den behörden ermahnt wurden und den angelbetrieb zeitweise einstellen mussten. bei einigen hats genutzt, bei anderen nicht.
eine instruktion an solchen seen kann man durchaus sicherstellen, indem man z.b. erfahrenen jungfischer mit sana engagiert. die kommen für ein gratis-jahrespatent gerne auch an einem schulfreien nami um zu helfen. so ein gratis patent kostet den betreiber nichts, eine schliessung durch behörden aber ne ganze menge ausfall an einahmen.
die kontrolle betreffend ob auch private betreiber von angelseen regelungen zur fischerei im kanton be einhalten(stockenseen sind ja in be) obliegt eigentlich dem berner fischereiinspektorat. tierschutzvergehen aber auch dem kantonalen veterinärdienst als führende stelle. da kann/könnte es aber durchaus auch sein, dass zuständigkeiten zuerst hin und her geschoben werden bevor etwas getan wird. zudem kontrolliert der kanton private fischerreirecht/betriebe meist nur gegen mandat, heisst private müssen beim kanton die fischereiaufsicht bestellen, von selber kommt da niemand, ausser es beklagen sich eben bürger in der tagespresse etc.
wir angler regen uns ab solchen seen und den dortigen fischern die unkorrekt angeln oft auch, und nicht zuletzt wurde der sana in der schweiz gerade wegen solcher unkorrekter fischer eingeführt.
sich öffentlich über solche fischer beklagen tun aber die wenigsten fischer. wie in ein posting zu diesem thread schon erwähnt hat man angst, es würden dann alle angler in denselben topf geworfen. gerade weil sich fast niemand von den anglern selbst in der vergangenheit öffentlich beklagt hat (
ausnahme sind ca. 1 leserbrief alle 2 jahre im petri dingsbumms und diese lesen auch nur angler und nicht die breite öffentlichkeit), hat man eben meist effektiv alle angler in denselben topf geworfen. angler die (weiter) schweigen, sich erzürnen aber nur weiter zusehen, sägen eigentlich damit langristig am eigenen ast.
apropos werden im stockensee(n) massfische besetzt, also ab 1+(rbf sind ja sehr raschwüchsig und können schon mit 1+ ca. 25 cm haben und das schonmass in den stockenseen ist 24). kleine fische in den stockenseen besetzen würde wenig bringen, es hat zwar einige kleine zuflüsse, aber die bringen sehr wenig wasser, so dass die fische dort nicht hochziehen um abzulaichen. rbf laichen i.d.r auch nicht in seen, sondern in zuflüssen ab, aber nur wenn sie nicht degenierte zuchtfische sondern wildfische sind, wie es sie teils noch in den usa gibt (oder in österreich mitte mai am zauchensee).
zudem ist vorallem der untere stockensee (der bei der bahn) sehr warm und bildet jetzt eine menge algen, es ist also kein (für die fische) gutes gewässer. es ist ein reines put & take (wir rein und nimm wieder raus) gewässer, nicht vergleichbar mit einigen wenigen anderen bergseen, wo z.b. kanadier oder bachsaiblinge selbst in den seen ablaichen können und kleinbesatz effektiv etwas bringen kann (noch besser sind strenge entnahmeregelungen dann brauchts gar kein besatz ausser dem allerersten initialbesatz).
die stockenseen haben für mich aber als forellenpuff durchaus auch eine gute seite. die "schlachtfischer" bleiben dort und kommen weniger an öffentliche gewässer und "versauen" so wildfische (wo es noch solche gibt) und mindeern den anglerdruck. auch für jungischer kann es nicht schlecht sein, an solchen seen die ersten erfahrungen zu machen (und mal nach links oder rechts zu schielen um zu sehen wie unausgebildete angler fischen).
gruss
sa