Dieses Thema hat mich jetzt auch interessiert und ich habe ein bisschen mit Google gestöbert.
Hier noch ein Link zu einem anderen Forum mit derselben Frage:
www.biologie-lk.de
Die Info zum Sauerstoff im oligotrophen See in Kürze:
- Es hat zwar wenig O2-Produzenten (z.B. Pflanzen), aber trotzdem genug (Algen...). Oligotrophe Seen zeichnen sich durch einen großen Artenreichtum beim Plankton und den Algen aus.
- auf der anderen Seite gibt es sehr wenig O2-Verbraucher (z.B. Fische, v.a. Kleinstlebewesen)
- Gewässer oft sehr gut durchspült (Fluss kommt am einen Ende rein, und anderer Fluss geht am anderen Ende raus)
- häufig homogenere Temperaturverteilung in der ganze Höhe des Sees -> Durchmischung durch Wind und Temperaturgefälle beschränkt sich nicht nur auf oberste paar Meter (eben keine Sommerstagnation, bei Vollzirkulation gelangt sauerstoffreiches Wasser bis auf den Grund.). S.a. Wikipedia
- oligotrophe Gewässer sind der Forellen- und Äschenregion häufig sehr nah und werden durch stark O2-gesättigte Flüsse/Bäche gespiesen
- häufig kälteres Wasser, welches mehr O2 aufnehmen/speichern kann
- weil genügend O2 vorhanden, finden Abbauprozesse zu Biomasse hauptsächlich aerob statt (eben nicht anaerob oder durch Gärung). Dabei wird zwar O2 verbraucht, der Abbauprozess selber ist aber viel effizienter (als anaerob oder mittels Gärung), die Reinigung des Wassers ist besser (wichtig für Kläranlagen). Ergibt klareres Wasser, und damit auch mehr Licht und damit mehr Algen bis in tiefere Schichten. Mehr Algen = mehr O2-Produktion auch in tieferen Schichten.
Ich bin leider auch nicht versiert in Gewässerkunde, es wäre schön, wenn hier endlich auch noch ein Fachmann (s)ein Machtwort sprechen würde
...und hier hat's noch eine leicht verständliche Seite mit kurzen, griffigen Aussagen und leicht verständlichen Grafiken:
www.tgs-chemie.de