Heute war ich trotz des mässigen Wetters wieder mal an meinen Lieblingsplatz am Niederriedsee zum Setzangeln gegangen, um noch ein paar Eglis oder Winger zu ergattern. Ich fischte mit Mistwurm. Die ersten zwei Stunden lief überhaupt nichts. Dann plötzlich: ein mordsdonner Anschlag, welcher um ein Haar meine Rute samt Rutenhalter in den See riss. Ich sprang aus meinem Stuhl auf und schlug sofort an. Es schriss regelrecht, als ob ein Krokodil am Haken wäre - sofort Bremse lockern war die Devise, doch diese war verklemmt. Ich versuchte, möglichst langsam den Fisch ans Ufer zu drillen. Doch der liess sich nicht bändigen und riss ruckartig weiter. Die Rute bog sich dem Bruch entgegen und nur mit Mühe konnte ich diese noch halten. Ich wollte gerade den Bügel umklappen, damit die Schnur ohne Widerstand von der Rolle gehen kann. In diesem Moment gab's nen Chlapf und alles war vorbei

. Das 6kg Fluocarbon-Vorfach war entzwei und der Fisch auf nimmer wiedersehen verschwunden. Ich hatte fast einen Herzinfarkt

. Keine Ahnung, was das war. Von Hecht über Aal bis Biber und Nessi oder Habakuk im Taucheranzug kommt da alles in Frage. Das wird wohl immer ein Rätsel bleiben.
Trotzdem fischte ich noch weiter, doch ich konnte 3 Bisse nicht verwerten - hatte wohl das Feingefühl verloren
Liebe Grüsse
Tinu