Äschenrückgang im Kt. BE

Fragen und Antworten zum Thema: Der Fisch in seiner natürlichen Umgebung Verhalten, Habitat, Nahrung und Besatzmassnahmen/Bewirtschaftung.
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gmischol
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Beitrag von gmischol »

Börni hat geschrieben:Heute im Newsletter-Mail vom Magazin "Petri Heil" zur nächsten Ausgabe:
Von der Herausforderung sinnvolle Schonmasse für die Äsche festzulegen, schreibt in der Dezemberausgabe Andreas Hertig. Und wie angemessen das Fangverbot zur Rettung der Berner Äschen ist, behandeln wir in angemessener Tiefe.


Das wird hoffentlich eine gute Grundlage für weitere Diskussionen, freue mich bereits darauf. Und wer sich für dieses Thema interessiert und das Magazin nicht abonniert hat; ich denke, dass sich der Kauf dieser Ausgabe lohnen könnte. Neue Argumente sind ja nicht auszuschliessen! :wink:


Ich hoffe, dass es wirklich eine vernünftige Lösung geben wird, die alle Faktoren einbezieht. Allerdings habe ich Bedenken, wenn man den Bericht auf der Homepage von Petriheil liest. Inbesondere der Satz, dass eine Beschränkung der Fangzahl keine Besserung bringen wird, da sich der Fang dann nur auf mehr Fischer verteilt. Versteht das jemand? Gibt es eine Studie, die das belegt, oder ist es nur wieder ein engstirniges Denken, um eine nach meiner Meinung nach sehr dringende Beschränkung zu verhindern?

Ich hoffe schwer, dass da endlich ein Umdenken stattfindet, va bei den älteren Fischern.



Gruss



Gaudenz
Jeder Mann braucht etwas Verrücktheit oder er wagt es nie, das Seil zu durchtrennen und frei zu sein. Alexis Sorbas
gonefishing

Beitrag von gonefishing »

gmischol hat geschrieben:Allerdings habe ich Bedenken, wenn man den Bericht auf der Homepage von Petriheil liest. Inbesondere der Satz, dass eine Beschränkung der Fangzahl keine Besserung bringen wird, da sich der Fang dann nur auf mehr Fischer verteilt. Versteht das jemand? Gibt es eine Studie, die das belegt, oder ist es nur wieder ein engstirniges Denken, um eine nach meiner Meinung nach sehr dringende Beschränkung zu verhindern?


Das verstehe ich auch nicht...

Wahrscheinlich gibt es eine Studie dass die Mehrzahl der Fischer gegen Beschränkungen ist, und die Mehrzahl der Leser soll das Heft weiterhin kaufen.

Ist wahrscheinlich genauso sachlich wie die Diskussionen über Geschwindigkeitsbegrenzungen auf deutschen Autobahnen in der Zeitschrift des grössten deutschen Automobilclubs... ;-)



Gruss, Mattu
rasch

Beitrag von rasch »

Hallo zusammen



ich denke nur eine umfangreiche Massnahmenpalette kann der Äsche wirklich und nachhaltig helfen.



Verbesserung der Wasserqualität

Renaturierung der Fliessgewässer

Besatzmassnahmen

Schongebiete

Mindestmass (ich bin für 36cm)

Fangzahl pro Tag 3 Stück (max. 60 pro Jahr)

Kormoran- und Gänsesägerwache der Fischer und wo möglich so viele Abschüsse wie's geht.

Nur noch ein Haken mit festgestelltem Zapfen an der Angel (keine Hölzizüge mit mehreren Nymphen mehr)



Und zuguter Letzt - noch ein wenig gesunder Menschenverstand - so könnte die Äsche ein unbeschwertes Leben führen ....... bis der Zapfen untergeht ....... :-)



Nur leider geht das nicht von Heute auf Morgen
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äschfischer
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Beitrag von äschfischer »

rasch hat geschrieben:
Fangzahl pro Tag 3 Stück (max. 60 pro Jahr)


finde ich persönlich viel zu viel.nimmt jeder fischer 60 stück pro saison sind wir wieder genau gleich weit.
Gruss Chrigu

"Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werden die Menschen feststellen, dass man Geld nicht essen kann."
petrijünger79

Beitrag von petrijünger79 »

20 pro saison sind mehr als genug danke ich....
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Alet
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Beitrag von Alet »

Ich muss noch meinen Senf dazugeben:

Soweit mir bekannt ist der Verkauf von gefangenen Fischen Verboten, jedenfalls in Zürich. Wer mehrere hundert Äschen fängt, der kann sie auch mit grosser Familie nicht essen. Die Fische werden sicher verkauft. Ich erlebe ähnliches jedes Jahr am Pfäffikersee, falls die Felchen gut beissen sind Vollpackungen an der Tagesordnung (10 Stück). Einige Spezies fischen dann jeden Tag, aber essen können sie die Fische sicher nicht. Sogar in Norwegen haben sie Exportbeschränkungen eingeführt (15 kg Filet), da einige 100-te Kilo zurückbrachten und sich damit die Ferien finanzierten.

Das die von unverbesserlichen fasst gewerbsmässig betriebene Fischerei einen Äschenbestand vernichtet, ist wahrscheinlich einmalig.

Ohne Jahresbeschränkungen wird es keine Lösung.
Profish

Beitrag von Profish »

@Alet.

Massvoll ist für viele ein Gummideinition. Ich fischte früher auch am Pfäffikersee und musste mir jeweils an den Kopf langen, wenn diejenigen, welche am meisten über Kormorane, Gänsesäger und Berufsfischer lästerten( fressen masslos Fische weg, bzw. fischen ...), nach einer Vollpackung am gleichen Tag mit leerer Kühlbox wieder am Felchenfischen waren....



@rasch

Hast sicher gut gemeint, aber mit einer Pauschalgrösse und 60 Stk wäre man sicher auf der Verliererseite, warum so viel ein Dutzend pro Jahr genügt vollkommen.



Fangbeschränkungen sind in der Schweiz meiner Meinung nach häufig übertrieben, 5 Hechte am Tag, 50 Egli, 4 Seeforellen, 10 Saiblinge. Solche Mengen sind doch nicht massvoll ?



Wie soll man unter solchen gesetzlichen Masslosigkeiten auch noch ein Gefühl für massvoll haben, wenn in der Schweiz sonst alles masslos überreguliert ist. Ich weiss nicht.



Mit besten Grüssen an alle FF-Jünger für eine sachliche Diskussion
rasch

Beitrag von rasch »

Profish hat geschrieben:


@rasch

Hast sicher gut gemeint, aber mit einer Pauschalgrösse und 60 Stk wäre man sicher auf der Verliererseite, warum so viel ein Dutzend pro Jahr genügt vollkommen.




Hi Profish



war nur ein kleiner Rechnungsfehler - meine Überlegung war folgende: 3 Fische pro Tag - alle 2 Wochen mal Fische mitnehmen = ca. 60 Fische im Jahr.

Wenn ich jedoch bedenke, dass ich ja nur 4 Monate im Jahr auf Äschen fischen kann (Rhein) so reduziert sich die Fangmenge pro Jahr oder eben pro Fangsaison auf ca. 20 Stück.



Zudem musst Du bedenken, dass überall wo noch keine Beschränkung besteht, eine hohe Beschränkung immer noch besser ist als nichts.

Viele Pachtvereine scheuen sich neue Bestimmungen einzuführen, sei es nun aus Angst sie könnten weniger Tages- oder Jahreskarten verkaufen oder weil gerade die Mitglieder dieser Pachtvereine oft mehrmals pro Woche ihr Limit voll ausschöpfen.

Hier braucht es manchmal - wie in der Politik - den guten alten Kompromiss.



Denn es gibt immer noch zu viele Fleischfischer die die Angelei als Nebenerwerb betrachten und die glauben sie müssten die Kosten für Patent und Geräte durch den Verkauf von Fischen wieder reinholen.
petrijünger79

Beitrag von petrijünger79 »

Noch was zu diesem Thema....



Heute hat mir ein Fischereiartikelhändler erzählt er hätte beim Fischerei-Inspektorat angerufen und gefragt wie es sei betreffend den Tagespatenten. Ob er aufgrund des dringlichen Appells nicht mehr auf Aeschen zu fischen auch besser keine Tagespatente an Leute die "Aeschlen" wollen mehr ausgeben soll. Die Antwort war klar nein. Die Tagespatente sollen unbedingt weiterhin verkauft werden.



Was haltet ihr davon? ich finds ein bisschen kontrovers.
Schweizer Angler

Beitrag von Schweizer Angler »

ja, ist kontrovers. andererseits gehen ja die patenteverkäufe im kanton bern laufend zurück ud das inspektorat hat vermutlich auch eine gewisse angst dass es mit dem äschenmoratorium noch verstärkt weiter so geht war auch in der presse zu lesen). also nimmt man halt geld ein wo man noch kann, aber unschön und widersprüchlich ist es allemal...
harro

Hallo zusammen

Beitrag von harro »

Nun habe auch ich mich durch Eure Meinungen gelesen.Mit verschiedenem bin ich einverstanden und kann auch leben damit.

Hier meine Sicht der Dinge an der Aare Aarau-Brugg Revier 15-19:

Ich stelle den Fahnenträgern eigentlich nur mit dem Zapfen und der Bienenmade nach.Und im Frühling und Spätherbst noch hie und da mit der Trockenfliege.Mit der Fliege release ich alle Fische wieder.Mit dem Zapfen gefangene ab 35cm Milchner entnehme ich.Ich war in den letzten Jahren viel unterwgs im Spätherbst und es ist mir "nur" 1-2 mal gelungen 6 Fische zu überlisten.

Aber wenn ich auf Statistiken sehe das Leute im Juli!!an der Aare 30 und mehr Aeschen entnehmen frage ich mich halt schon ein wenig.Was machen die mit diesen Aeschen aus der warmen Aare.Die Fische kann ich nicht essen in dieser Zeit,die "mieschelen"alle.Uebrigens auch die Forellen.Darum wäre ich persöhnlich für eine Fangzeitbeschränkung von 1.10-31.12. und zugleich Entnamebeschränkung auf 3 Fische/Tag von min.35cm.

Das zweite wichtige aber vernachlässigte Problem sind meines Erachtens die schwarzen geflügelten Freunde und die Gänseseger in unseren Revieren.Bei einem schon geringen Bestand fordern auch diese Ihren Tribut in den Aeschenschulen der verschiedenen Standplätze.

Wir hätten jetzt sogar die Vogelschützer soweit das wir Abschüsse machen könnten aber das dürfen nur ausgebildete Jäger.Jene wiederum müssen die geschossenen Vögel bergen,aber der Kormoran säuft ab wenn tot und essen kann mann die Dinger auch nicht.Probleme sind da zu Hauf vorhanden und alle sagen immer "me söt halt".Aber wer ist "me söt halt"?

Ich für meinen Teil werde versuchen meinen Aeschenhunger in Nordeuropa zu stillen aber ich muss zugeben es fällt mir sehr schwer.
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miKe
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Faroe Islands

Beitrag von miKe »

afsg

Beitrag von afsg »

Überlasst das Schicksal unsererÄschen nicht irgendwelchen HV-Beschlüssen und kantonalen Massnahmen? Löst das Problem selber!

Hier ein gutes Beispiel aus dem Toggenburg:

www.thuraesche.ch

gruss und petri
afsg
Schweizer Angler

Beitrag von Schweizer Angler »

also wir berner können das problem wohl kaum "selbst" lösen, dazu braucht es viele beteiligte;

1. das inspektorat weil es die äschen züchtet. der einsatz irgendwelcher äschen von irgenwo ist wegen der genverfälschung umstritten bis abgeklehnt. bern ist ja eigentlich deräschen- lieferant der in die schweiz liefert(e). gut, es gibt noch isaar-äschen aus d als "ersatz", gilt aber bei uns als 2`te wahl.

2. die fischer die sich selbst an der nase nehmen müssen und einem fangkontingent und viel niederigeren entnahmezahlen zustimmen müssen (bereits geschehen)

3. prädatoren-management; hier braucht es die bewilligung der bevölkerung plus der jagdverwaltung, plus dem bafu (ist alles aufgegleist). vogelabschüsse sind im kanton be aber ein mehr als heisses eisen.

4. die kraftwerke und wir alle, mit unsereem enormen hormonauschied via urin, z.b durch anti-baby-pille und kopfwehtabletten etc.(einfach medis, speziall antibiotika).

5. unterstützung von renautuierungsvorhaben damit die gewässer wieder äschenfreundlicher werden.

6. verhinderung und verminderung von klimaemissionen, denn die gewässer werden schlicht wärmer, die biotope mutieren. äschenregion von münsigen bis bern wird langsam aber sicher zur barbenregion.

7. einfach geld für besatz sammeln ist bei uns nur symptom-, aber keine ursachenbekämpfung., wir schmeissen schon jetzt tonnenweise bachforellen in die aare und beanachbarte gürbe mit wenig bis 0 erfolg. solange die gewässer nicht grundsätzlich besser werden (wasser, bachsohle, vernetzung mit durchgängigen von fischen durchwanderbaren seitenbächen etc.), ändert sich nichts mittel und langristig nichts.
allgemein wird weltweit das besatzmanagement das wir bisher pflegten überdacht, denn fische reinschmeissen bingt nicht enfach mehr fänge, zumindest mittel- und langfristig (kurzfristig schon, dann muss man aber immer 100% nachfüttern damit man 3% vom nachgefütterten fängt.

so gesehen bingt einzelkampf nichts sondern vefleddert und verheddert nur, jedenfalls in bern (und anderswo vermutlich auch).


rein meine meinung, gruss, sa
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