@ helix
Du fährts manchmal schon mit "starken tobak" gegen die berufsfischer auf – kannst du deine indirekten anschuldigungen auch unterlegen? Wenn ja, wäre das fi-inspektorat wohl schon lange darauf eingetreten. Soviel ich weiss muss man beim inspektorat, aber auch bei behörden allgemein, mit nachvollziehbaren beweisen auftreten, dann gehen sie der sache auch nach und unternehmen bei bedarf auch was. Vermutungen bringen rein nichts. Hast du „deinen sefo sind nicht seesaiblinge“-fall angezeigt, oder „nur“ die faust im sack gemacht? Z.b. Rieder und vormals Roth giengen sehr wohl auf die sportfischer ein, sofern man seine dinge auch untermauern/belegen konnte. Früher angelten sie in steffisburg auch illegal mit netzen auf die in die zulg einwandernden nasen aus der aare – aber das war früher (wieviel fürher war die beobachtung aus dem tessin?). Und es waren nicht die berufsfischer die die nasen in steffisburg fischten, sondern die bürger selbst, mein vater hat mitgemacht.
In der tat erhalten berufsfischer auch fördergelder vom staat, aber massiv weniger als z.b. landwirte (keine direktzahlungen). Das einzige was es soviel ich weiss vom staat gibt sind teils steuerliche erleichterungen im zusammenhang mit kreditvergaben. Da ist aber fast jedes kmu nicht anders bevor- oder unbevorteilt.
Bitte mach bevor du einigen berufsfischern „vorwirfst“ sie hätten sich eine „goldene nase „verdient, respektive schöne häuschen mit dem fischgeld ermöglicht (wie mancher maler- oder gipsermeister hat dies von seinem gut laufenden betrieb vielleicht nicht auch gemacht), auch eine betriebsrechung.
Ich weiss nicht ob du angestellter oder selbständig bist. In einem kilopreis für berufsfischer ist manches drin was damit abgegolten werden muss; liegenschaft, boot, motor, benzin, material wie netze, ausweidanlagen oder äh.,allenfalls noch eine aufzuchtanlage, auto für die lieferung des fisches an märkte, allenfalls ein mobiler marktstand, evtl. lohn für einen angestellten. zudem unterliegen berufsfischer wie jeder metzger oder käser der lebensmittelhygiene. Das kostet jährlich immer mehr, den fischverabeitungsraum gemäss den strengen vorschriften zu unterhalten, der verkaufsraum beim berufsfischer sieht allmählich so klinisch aus aus wie ein operationsaal. Weiter kommen noch ne menge versicherungen dazu, pensionskassengelder etc. und wie wir wissen unterliegen die fänge teils starken schwankungen, nicht jedes jahr ist ein „goldenes“ jahr, für schwache jahre muss man auch etwas beiseite legen können.und bis 100kg pro tag in der hautpsaison ist eben auch „vorsorge“ für die winterzeit wo es eben weniger gibt. Mach auch diese rechung. Wie manches kmu deckt zu nicht nur einer bestimmten saison den ganzen jahresumsatz.
wenn der berufischer-job soooo attraktiv und einkömmlich wäre, hätten wir nicht einen rückgang. die kosten die wir hobbyfischer hingegen aufzubringen haben sind im vergleich marginal und nach wie vor für ein selbstgewähltes hobby – nicht für einen beruf.
dann sollte man noch die familie einigermassen ernähren, die goofen wollen vielleicht auch mehr als nur die primarschule besuchen. Wen ich ir die berufsfischer-immobilien am thuner und brienzersee anschaue, sehe ich wenige schöne objekte als die weekendhäuschen der interlakner, berner oder basler „high-society“. Viele häuser sind auch geerbt und seit jahrzehnten im familienbesitz, mag sein dass sie damals beim aufbau weniger gekostet haben als es vergleichsweiise heute der fall wäre. Zumindest ich entdecke mehr neue ställe oder anbauten bei bauernbetrieben als bei berufsfischern.
Und nochmal – wenn wir schon in der heiligen zeit sind – wer selbst ohne schuld ist werfe den ersten stein….sind „wir“ „nachhaltiger“, die die jährlich z.b. tonnen von bafos in bäche schmeissen wovon ca 95% für die katz ist und riesige staatlich „subventionierte“ aufzuchtanlagen erhalten? Was ist mit diesen geldern? Könnte man die nicht auch nachhaltiger einsetzen? Kommen unsere fischchnuschperli an den öffentlichen vereins-fischessen immer von den eigenen gewässern und kaufen wir sie beim berufsfischer?
Sind wir selbst ein vorbild? Wenn „wir“ gegen die berufsfischer protestieren und die auch die meerfischerei verurteilen, wer von uns reist nach brüssel vor die eu und demonstriert dort für mehr nachhaltigkeit? Oder gehen wir nur hin wenns um den kormoran geht?
http://www.ibkf.org/fileadmin/user_uplo ... ericht.pdf
Gruss
sa