die gute Nachricht ist, wir haben die Egli auf dem Bielersee an verschiedenen Plätzen im Oberen Seeteil gefunden. Die Schwärme halten sich vorzugsweise in Tiefen von 8–16 m auf, wo sie umherstreifen wenn sie nicht auf Brutfische jagen. In diesen Gewässertiefen konnten wir gelegentlich, mit der, mit Fleischmaden bestückten Gamben/Hegenen, einige masige Egli fangen. Die meisten Egli die wir auf diese Weise fangen konnten, waren aber zu klein und die Weissfische dafür zu gross, um als Köderfische zu dienen.

Im Laufe des Samstagvormittags, hielt sich die Anzahl gefangener, masiger Egli, mit der Anzahl gefangener, brauchbarer Köderfische die Waage.

Die Versuche die Egli in den Flachwasserzonen zu fangen, erwiesen sich als äusserst schwierig, zumal die Fische die Köder nicht nehmen mochten. Wir fischten mit dem Buldo und dem Sammy, wenn sie an der Wasseroberfläche raubten. Am Leichtblei boten wir ihnen kleine Köderfische (Butzli) an, die wir mir der Köderfischsenke gefangen hatten. Es kamen wie immer Wobbler, Spinner und Twister zum Einsatz, doch kein, noch so gut angebotener Köder konnte die raubenden Egli so richtig überzeugen. Im Flachwasserbereich, so um 2–5 m, waren immer wieder schöne und zum Teil kapitale Egli auszumachen, die die Brutfischschwärme aus den Krautbereichen heraus trieben, um sie dann in tieferen Gewässern erfolgreich zu bejagen. Es waren herrliche Schauspiele, aber noch schöner wäre gewesen, sie so ab und an, auch zu einem Anbiss verleiten zu können! Einen Top Köder konnten wir nicht erkennen, es funktionierte alles oder nichts und so lautete die Devise, Köder wechseln, Köder wechseln.

Vom vielen Werfen müde, versuchten wir es am Nachmittag noch mals mit der Gambe/Hegene und um es kurz zu machen, es war das gleiche Spiel wie am Vormittag. Es war immer wieder ein masiges Egli dabei und so durften wir mit einem guten Dutzend, bis zum frühen Abend hin, zufrieden sein.
Dasselbe gilt auch für die Hechte. Für einmal mehr, konnte mir keiner der zahlreichen Schleppfischer auf dem See, eine Fangmeldung berichten. Die Freunde versuchten alles, einige schleppten intensiv über den Hot Spots, wieder andere versuchten ihr Glück in den Weiten des Sees. Meist half alles nichts und man vertröstete sich im Insgeheimen halt auf das nächste Mal, so wie das immer ist. Das Wissen um die Fische im See und der Hoffnung bald wieder zu den Erfolgreichen Fänger zu gehören, treibt uns alle, wie von Geisterhand wieder hinaus aufs Wasser. Ich bin für meinen Teil, mit Sicherheit das nächste Mal wieder dabei!

Wenn ich auch jedes Mal vor Beginn des Fischens eine Beute voraussetze und zugegebener Masen auch eine leichte Enttäuschung spüre wenn dem nicht so ist, so möchte ich die Grüsse und Worte, die bei solchen Gelegenheiten gewechselt werden nicht missen. Es ist schön dabei zu sein, wenn Freunde sich treffen! Seit gegrüsst, bis zum nächsten Mal.

